

An den Besuch einer weltberühmten Persönlichkeit in Birkenfeld erinnert am Mittwoch, 28. Oktober, ab 18 Uhr ein Orgelkonzert- und Vortragsabend in der evangelischen Kirche. Unter dem Titel „Albert Schweitzer – Der Urwalddoktor“ widmet sich die Veranstaltung dem deutsch-französischen Arzt, Theologen, Philosophen, Pazifisten und Musiker, der von 1875 bis 1965 lebte und 1953 mit dem Friedensnobelpreis für das Jahr 1952 ausgezeichnet wurde.
Schweitzer gab Orgelkonzert
Am 3. Mai 1929 war Albert Schweitzer in Birkenfeld zu Gast und hatte in der evangelischen Kirche ein Orgelkonzert gegeben, dessen damaliges Programm überliefert ist. An gleicher Stelle wird nun an dieses besondere historische Ereignis gedacht.
Organisiert wird der Vortrags- und Konzertabend von der Evangelischen Hoffnungsgemeinde Nahe-Hochwald in Zusammenarbeit mit der Kreisvolkshochschule Birkenfeld. Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches und informatives Programm.
Pfarrerin Jenny Caiza Andresen wird das Publikum begrüßen und ins Thema einführen. Dabei wird sie vor allem zwei Fragen beleuchten. Sie lauten: „Wer war Albert Schweitzer“ und „Wie kam er 1929 nach Birkenfeld“?
Albert Schweitzer gilt aufgrund seiner vielfältigen Fähigkeiten und Tätigkeitsfeldern als Universalgelehrter und als einer der bedeutendsten Denker des 20. Jahrhunders. Bis heute ist er insbesondere für seine Tätigkeit als Arzt und Gründer eines Krankenhauses in Lambaréné im damaligen Französisch-Äquatorialafrika (heute Gabun) bekannt. Deshalb wurde er auch oft als „Urwalddoktor“ bezeichnet.
Werke von Bach und Franck
Den musikalischen Teil der Veranstaltung gestaltet Volker Schöpfer, Kantor des Kirchenkreises Obere Nahe. Er wird an der Orgel mehrere Werke präsentieren, die Albert Schweitzer schon vor fast 100 Jahren bei seinem Auftritt im Birkenfeld im Repertoire hatte. Dazu zählen zum Beispiel Kompositionen von Cesar Franck und von Johann Sebastian Bach. Gerade die Musik von Johann Sebastian Bach hat Albert Schweitzer besonders geschätzt, und er hat sich mit dessen Werk intensiv beschäftigt.
In einer kurzen Pause wird Hisso von Selle vom Kreisheimatkundeverein „Denkwürdiges und Merkwürdiges“ über die Geschichte der evangelischen Kirche in Birkenfeld berichten. Danach bringt Volker Schöpfer weitere Orgelstücke zu Gehör.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, die Walcker-Orgel auf der Empore gemeinsam mit Kantor Volker Schöpfer näher kennenzulernen. Dabei erfahren die Gäste mehr über das Instrument, seine Geschichte und seine Funktionsweise.
Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Die Veranstalter bitten jedoch um eine Spende zugunsten der Birkenfelder Tafel.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.vhs-birkenfeld.de.




