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Ein "Dreier" gegen den Ligaprimus

Der TuS Mayen hat in einer packenden Rheinlandligapartie die SG Mülheim-Kärlich mit 3:2 (0:1) niedergerungen. Damit verkürzte der TuS den Rückstand auf die SG auf zwei Punkte und rangiert weiter auf dem dritten Platz der höchsten Verbandsklasse.
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Die 210 Zuschauer brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Beide Teams wollten ihren Fans einen "Dreier" schenken und waren dementsprechend offensiv ausgerichtet. Bereits nach fünf Minuten jagte Mayens Hervé Gilles Loulouga einen Kopfball aus fünf Metern ans Quergebälk. Auf Mülheimer Seite hatte Goalgetter Janek Ripplinger (24.) die größte Chance, als er aus 18 Metern frei vor dem Tor vergab. Sechs Minuten später dann doch die Gästeführung: Nach einem zunächst abgewehrten Eckball traf Christian Scheu aus 20 Metern flach ins rechte Eck. In der Anfangsviertelstunde der zweiten Halbzeit hätte der erneut sehr starke Sebastian Mintgen (50., 55, 58.) für eine Vorentscheidung zugunsten des Tabellenführers sorgen können, aber ihm fehlte nach beeindruckenden Soli die Kraft für einen genauen Abschluss oder er er scheiterte am überragenden Kevin Michel. In den letzten 20 Minuten überschlugen sich dann die Ereignisse. Zunächst sorgte Loulouga (71.) aus kurzer Distanz für den Ausgleich, ehe Ripplinger (72.) fast im Gegenzug die erneute Führung der SG erzielte. Zwei Minuten später kam TuS-Kapitän Eike Mund im Mülheimer Strafraum nach Einschätzung von Schiedsrichter Dirk Huster elfmeterreif zu Fall. Den fälligen Strafstoß verwandelte Marcel Löhr (74.) sehr sicher. Löhr war es auch, der in der 86. Minute den Siegtreffer mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 18 Metern erzielte und damit eine beeindruckende Leistung krönte. Der Rest war aus Mayener Sicht pure Freude über eine starke Leistung, die mit drei Punkten belohnt wurde. "Vielleicht wäre ein Unentschieden gerechter gewesen, aber ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen", freute sich Reuter über die Einstellung, die sein Team über die gesamte Spielzeit zeigte. Mülheims Trainer Patrick Wagner-Galda war hingegen etwas verschnupft: "Wir hätten das zweite Tor nachlegen müssen, dann wären wir vermutlich als Sieger vom Platz gegangen." Am kommenden Sonntag, 6. Dezember, 15 Uhr, steht für den TuS Mayen beim TuS Mosella Schweich das letzte Meisterschaftsspiel des Jahres an. Foto: Seydelwww.tusmayenfussball.de