Hand in Hand gegen Covid-19

Sechs Soldatinnen und Soldaten des Zentrums Operative Kommunikation der Bundeswehr aus Mayen packen seit Anfang des Monats kräftig in einem Pflegeheim in Koblenz an. In der Früh- und Spät-Schicht helfen sie beim Bettenmachen, dem Verteilen von Essen und Getränken, Geschirrabräumen, Wäscheservice oder dem großflächigen Desinfizieren.
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Die Soldatinnen und Soldaten aus Mayen helfen in einem Koblenzer Pflegeheim unter anderem bei der Essensausgabe.

Die Soldatinnen und Soldaten aus Mayen helfen in einem Koblenzer Pflegeheim unter anderem bei der Essensausgabe.

Die Soldatinnen und Soldaten aus Mayen entlasten das Pflegepersonal, das damit seiner eigentlichen Aufgabe nachkommen und die Heimbewohner pflegerisch angemessen betreuen kann. Nach positiven Covid-19-Fällen bei Bewohnern und Personal und den daraus resultierenden Quarantänemaßnahmen wäre es ohne Amtshilfe durch die Bundeswehr schwierig geworden, wie sich Felix Angsten, stellvertretender Einrichtungsleiter, erinnert. Positiv überrascht war er vor allem, dass die Hilfe schon nach wenigen Tagen im Hause war. "Ich bin ehrlich froh und erleichtert, dass sie so rasch hier im Haus war und die Soldatinnen und Soldaten sogleich die Arbeit aufgenommen haben." Auch bei den Heimbewohnern sind sie eine gern gesehene Abwechslung im Alltag. Insbesondere die Mahlzeiten bekommen jetzt einen besonderen Stellenwert. Wenn die Soldatinnen und Soldaten das Essen auftragen, durchbricht ein kurzes Gespräch die Isolation für eine kleine Weile und bringt menschliche Zuneigung. Im Tausch Kaserne gegen Pflegeheim werde den "Helfenden Händen" aber vor allem eins deutlich, nämlich die tägliche Leistung des Pflegepersonals. Noch bis zum 19. Februar unterstützen und entlastet die Bundeswehr aus Mayen das Pflegepersonal in Koblenz. Doch der stellvertretende Heimleiter wird wohl eine Verlängerung beantragen, wenn die Situation in seiner Einrichtung dies notwendig macht. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sind "Helfende Hände" der Bundesweh sehr willkommen. Mittlerweile gingen über 3.900 Hilfeleistungsanträge aus allen Bundesländern an die Truppe. Derzeit sind über 18.800 Kräfte aus allen Bereichen der Bundeswehr eingebunden.  Foto: Bundeswehr/Henrik Schwan