Kulinarik am Paulushofdamm

»Rurberg verkommt zur kulinarischen Wüste«. Das weiß Michael Werrens - und der Architekt und Gastronimie-Experte möchte die Situation rasch ändern.
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Dafür stellt Michael Werrens, der seit fast 40 Jahren am Rursee wohnt, keine Forderungen, sondern nimmt das Heft des Handelns selbst in die Hand. »Es soll ein gastronomisches Angebot entstehen, das jeden Gast anspricht«, unterstreicht der Architekt. Als Ort dafür hat er den »Überlauf« zwischen Ober- und Rursee ausgewählt. »Das Projekt ist eine touristische und gastronomische Aufwertung für Rurberg«, unterstreicht Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns.  Die Änderung des Bebauungsplans habe man in enger Abstimmung mit den Beteiligten - allen voran dem Eigentümer WVER (Wasserverband Eifel-Rur) und der WAG (Wassergewinnungs-und aufbereitungsgesellschaft Nordeifel mbH) - in Angriff genommen. »Wir hoffen auf ein positives Einvernehmen, sodass das Projekt im Herbst 2019 in trockenen Tüchern sein kann.« Zur Bebauung ist der Erwerb des Grundstücks vom Wasserverband (rund 950 Quadratmeter) vorgesehen. Das Terrain zum Obersee hin, von dem der Blick auf Obersee und Rursee möglich ist, soll vom Wasserverband gepachtet werden. Der Investor und die Gemeinde habe gute Gespräche geführt und man sei auf Wünsche, wie etwa ein Flachbau eingegangen, damit auch vom »Wärterhäuschen« des WVER aus der Rursee weiterhin einsehbar bleibt. »Wir wollen so rasch wie möglich bauen«, unterstreicht Michael Werrens. Der vorhandene Imbiss soll abgerissen und eine neue Gastronomie mit 50 Sitzplätzen innen und etwa 150 Plätzen auf Außenterrasse und Freifläche direkt am Obersee entstehen. Dafür werde der jetzige Motorrad-Stellplatz wegfallen, aber für adäquaten Ersatz gesorgt. »Eine kleine Karte mit qualitativ hochwertigen Speisen wollen wir im Restaurant anbieten«, so Werrens. Für den Durchlaufverkehr, gerade die vielen Wanderer und Gäste der Schifffahrt, werde es auch einen Selbstbedienungs-Ausschank für draußen geben. »Ganz Rurberg freut sich auf das Projekt«, unterstreicht Ortsvorsteher Sander Lutterbach und dankt Michael Werrens, denn ohne privates Engagement könne sich der Ort touristisch nicht weiterentwickeln.