21 Stolpersteine verlegt

Bruttig. Der Künstler Gunter Demnig hat in Bruttig 21 "Stolpersteine" verlegt. Die "Stolpersteine" erinnern an ehemalige jüdische Mitbürger, die während der Zeit des Nationalsozialismus vertrieben, deportiert und ermordert wurden.

Die Verlegung der "Stolpersteine" ist ein Teil der Gedenkarbeit, die in Bruttig seit vielen Jahren in vielfältiger Weise umgesetzt wird. Unter den Gästen war auch Helmut Gustav Simon (Jahrgang 1923), der 1937 aus Bruttig nach Frankreich emigrierte. Die Nationalsozialisten deportierten ihn ins Konzentrationslager Auschwitz. Dort wurde er 1945 von der Roten armee befreit. Heute lebt er in Straßburg. Zudem waren auch Angehörige ehemaliger Bruttiger Juden zur Verlegung gekommen. "Es ist ein Zeichen, dass wir in Frieden, Freude und Gerechtigkeit zusammenleben sollen", so der ehemalige Bruttig-Fankeler Ortsbürgermeister Manfred Ostermann. 

Initiiert wurde das kreisweite Projekt der Verlegung von "Stolpersteinen" von Landrat Manfred Schnur und Wochenspiegel-Chefredakteur Mario Zender.

Fotos: Pauly

www.stolpersteine.eu

 

 

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