Das ist die "Stadtwaldlinie 2023"

Cochem. Die Cochemer Stadtwaldlinie hat sich von einem Hochwasserweg zu einer hochfrequentierten Straße entwickelt, deren Zustand mit "schmal" und "marode" treffend beschrieben ist. In den kommenden drei Jahren soll sie jetzt ausgebaut werden.

Seit fast 50 Jahren ist die Stadtwaldlinie ein Thema in den Gremien von Stadt und Kreis. Ihre Bedeutung ist an der Verkehrsfrequenz ablesbar, die mit rund 2.100 Fahrzeugen binnen 24 Stunden fast doppelt so hoch liegt, wie der Durchschnitt rheinland-pfälzischer Kreisstraßen. Für rund 12,3 Millionen soll sie ab dem Frühsommer dieses Jahres in einem Zeitraum von drei Jahren zur K 18 (neu) ausgebaut werden. Mit 8,9 Millionen Euro trägt das Land den Löwenanteil, 2,4 Millionen Euro steuern der Kreis und eine Million Euro die Stadt Cochem bei.

"Die Maßnahme ist alternativlos", formulierte es Landrat Manfred Schnur im Rahmen einer Bürgerinformation. Bernd Cornely und Dirk Hieronimus vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) Cochem-Koblenz stellten die Baumaßnahme unter Vollsperrung vor, die unter anderem eine neue Zufahrt von der Endertstraße mit sich bringt. "Die gesamte Maßnahme ist ein komplexes ingenieurtechnisches Projekt", beschrieb Cornely, Leiter des LBM, den Ausbau, der bei der Ausschreibung schon das Interesse zahlreicher Firmen geweckt habe. Zunächst werden aber rund sechs Wochen forstliche Arbeiten anstehen.

Für die Bewohner der Cochemer Oberstadt stand die Frage nach "Wie komme ich rein und wie heraus?" im Fokus. Während der Sperrzeit der Innenstadt – von Ende März bis Anfang November – fällt für die kommenden drei Jahre eine Zu- und Abfahrt mit der Stadtwaldlinie weg. Hier beabsichtigt die Stadt eine Lösung mit elektronisch absenkbaren Pollern. "Wir wollen Möglichkeiten für die Anwohner schaffen", bekräftigte Stadtbürgermeister Walter Schmitz. Es solle aber von allen ein "enthaltsames Durchfahren" angestrebt werden.

Die Fakten:

- Länge: 1,4 Kilometer.

- Verkehrsbelatung: 2.100 Fahrzeuge/24 Stunden.

- Geplante Abfolge der Arbeiten:

- Rodung des Stadtwaldes durch die Forstverwaltung

- Auftragsvergabe ab Juni 2020

- Stabilisierung / Versiegelung der Fläche Bereich vor der Faitschkehre

- Ausbau Faitschkehre bis zur Viktoriahöhe

- Ausbau von Einmündung L 98 bis Faitschkehre

- Ausbau Einmündung K 18 alt (Viktoriahöhe)

- Bauzeit: circa drei Jahre

Projektionen: Landesbetrieb Mobilität Cochem-Koblenz

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.