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Keine Wahl der Grundschule

Mesenich. Bruttig-Fankel statt Ellenz-Poltersdorf: Mesenicher Eltern fordern die freie Wahl der Grundschule für ihre Kinder.

Martina Servaty ist sauer. Wenn ihr Sohn in wenigen Wochen seinen ersten Schultag hat, kann er diesen Schritt nicht in der Grundschule Bruttig-Fankel gehen. "Wir hätten ihn dort gerne angemeldet, aber Mesenich gehört zum Schulbezirk Ellenz-Poltersdorf und so blieb uns als einzige Alternative die Ganztagsschule in Ediger-Eller", erzählt die engagierte Mutter. Ihre Gründe für den Wunsch ihr Kind in die Grundschule nach Bruttig-Fankel statt nach Ellenz-Poltersdorf zu schicken: es sind nur sieben statt zehn Kilometer Schulweg und in Ellenz-Poltersdorf würden die Klassen 1 bis 4 in einem Klassenraum unterrichtet. "Das ist doch eher suboptimal und das Erstere kommt der Forderung ,Kurze Beine, kurze Wege‘ doch näher", schildert Servaty ihre Sicht der Dinge.

Mit ihrer Kritik ist sie nicht alleine. Neun Elternpaare aus Mesenich, deren Kinder in den kommenden Jahren in die Grundschule kommen, haben bereits im Mai 2020 eine Eingabe an die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier und die VG Cochem gemacht. Ihr Antrag auf die freie Wahl der Grundschule wurde abgelehnt und auch ein Gespräch in der Grundschule Ellenz-Poltersdorf empfand Martina Servaty als wenig zielführend. "Wir können nicht verstehen, dass diese wichtige Entscheidung für unsere Kinder nicht frei ist", ist die Mesenicherin enttäuscht. So werden in wenigen Wochen drei ABC-Schützen aus dem Moselort nach Ediger-Eller in die Schule gehen und nur eines nach Ellenz-Poltersdorf.

Und was sagt die VG Cochem? Im zuständigen Gremium, dem Schulträgerausschuss der Verbandsgemeinde, sei das Thema besprochen worden und man habe Verständnis für das Anliegen gezeigt. Man möchte das Thema aber im Rahmen der Schulentwicklungsplanung der Verbandsgemeinde Cochem ganzheitlich behandelt wissen. Mittlerweile sei auch ein Fachbüro mit der Schulentwicklungsplanung beauftragt worden, so VG-Bürgermeister Wolfgang Lambertz.

Symbolfoto: Pixabay

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Kommentar von Ureifler
ungeachtet der sachlichen Zusammenhänge, hört sich der Satz

"Mittlerweile sei auch ein Fachbüro mit der Schulentwicklungsplanung beauftragt worden, so VG-Bürgermeister Wolfgang Lambertz."

wie Satire an.

Wenn ich nicht mehr weiter weiß, gründe ich einen Arbeitskreis.