

Die Schülerzahlen an der THS in Kastellaun, der Förderschule mit den Schwerpunkten ganzheitliche und motorische Entwicklung, steigen seit Jahren kontinuierlich. Um dem wachsenden Raumbedarf Rechnung zu tragen, errichtet der Landkreis einen Ergänzungsbau. Bereits seit mehreren Jahren müssen aufgrund der angespannten Raumsituation einzelne Klassen vorübergehend in der benachbarten IGS untergebracht werden.
Auf der zur Verfügung stehenden Fläche zwischen IGS und THS müssen zunächst dort verlaufende Ver- und Entsorgungsleitungen umgelegt und erneuert werden. Diese vorbereitenden Arbeiten sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Im Anschluss beginnen im Jahr 2027 frühestmöglich die Arbeiten am eigentlichen Schulgebäude. Der offizielle Baubeginn wird dann mit einem Spatenstich gefeiert.
Als einzige Förderschule im Kreis mit dem Schwerpunkt ganzheitliche und motorische Entwicklung kommt der THS eine besondere Bedeutung zu. Die Baumaßnahme schafft dringend benötigte zusätzliche Räume und sorgt an den benachbarten Schulen für Entlastung.
Der Ergänzungsbau mit einer Fläche von rund 1 600 Quadratmetern, verteilt auf zwei Geschosse, bietet Platz für neun zusätzliche Klassenräumen. Darüber hinaus sind mehrere Therapieräume, ein Krankengymnastikraum, ein Lehrerzimmer, ein Mehrzweckraum mit angeschlossener Versorgungsküche sowie Verwaltungsräume vorgesehen. Die Baukosten werden aktuell mit rund sieben Millionen Euro beziffert. Für das Vorhaben werden Fördermittel erwartet.
Bei der Planung wurden sowohl die aktuellen pädagogischen Anforderungen als auch die besonderen Bedürfnisse der Schüler berücksichtigt. Aspekte der Barrierefreiheit, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit flossen ebenfalls in die Planung ein. Die Schulleitung war dabei eng in den Planungsprozess eingebunden. »Wir freuen uns sehr, dass die Arbeiten nun starten. Die Erweiterung wird den Schulalltag spürbar verbessern und unser anhaltendes Platzproblem in eine moderne Lern- und Förderumgebung verwandeln«, sagt Schulleiterin Katharina Kujanek.
»Mit der Erweiterung investieren wir unmittelbar in die Bildung und damit in die Zukunft unserer Region. Ich bin sehr dankbar, dass wir gemeinsam mit den Behörden des Landes, der Schule und den beteiligten Planungsbüros diesen wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung unserer vielfältigen Schullandschaft gehen können«, erklärt Landrat Volker Boch. »Wir schaffen den Raum, den die Schule für ihre erfolgreiche Entwicklung benötigt. Ich bin froh, dass es endlich losgehen kann.«




