

Landesweit profitieren damit nun insgesamt 173 Dörfer von besonderen Fördermöglichkeiten zur Stärkung ihrer Ortskerne, zur Weiterentwicklung des Dorflebens und zur nachhaltigen Verbesserung der Lebensqualität vor Ort. „Die Dorferneuerung lebt davon, dass die Menschen vor Ort ihr Dorf selbst mitgestalten. Die neu anerkannten Schwerpunktgemeinden haben gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern Ideen entwickelt, Ziele formuliert und einen klaren Blick auf die Zukunft ihres Dorfes gewonnen. Jetzt geht es darum, diese Ideen Schritt für Schritt Wirklichkeit werden zu lassen. Dabei können sich die teilnehmenden Kommunen auf die Unterstützung des Landes verlassen“, sagte Innenminister Michael Ebling.
In allen neu anerkannten Schwerpunktgemeinden wurden die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig in die Entwicklung ihres Dorfes einbezogen. In der Dorfmoderation wurden Stärken und Schwächen herausgearbeitet und Zukunftsideen gesammelt. Diese flossen in die Dorferneuerungskonzepte ein, die Ziele und Maßnahmen für die kommenden Jahre festlegen und zugleich die Projekte benennen, die vorrangig gefördert werden. So wird sichergestellt, dass die Fördermittel gezielt und wirkungsvoll eingesetzt werden.
Als Schwerpunktgemeinden erhalten dieses Jahr 17 neu aufgenommenen Kommunen Zugang zu erweiterten Förder- und Unterstützungsinstrumenten der Dorferneuerung. Ein zentrales Element ist die Prozessbegleitung, die ausschließlich Schwerpunktgemeinden zur Verfügung steht und gezielt das kommunale Ehrenamt unterstützt. Sie entlastet insbesondere Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeister sowie Gemeinderäte, die die Entwicklung ihres Dorfes häufig neben Beruf und Familie gestalten.
Mit einer Förderung von bis zu 20.000 Euro erhalten die Schwerpunktgemeinden fachliche und organisatorische Unterstützung bei der Umsetzung der im Dorferneuerungskonzept verankerten Maßnahmen. Die Prozessbegleitung hilft, Projekte zu strukturieren, Prioritäten zu setzen und Akteure vor Ort zu vernetzen. Sie schafft Orientierung in komplexen Planungs- und Entscheidungsprozessen und unterstützt eine verlässliche Umsetzung.
Ziel der Dorferneuerung ist es, lebendige Ortskerne zu erhalten, das soziale Miteinander zu stärken und die gewachsene Siedlungs- und Kulturlandschaft zu bewahren. Gefördert werden unter anderem Maßnahmen der sozialen Daseinsvorsorge, die Schaffung und der Erhalt von Begegnungsorten sowie Projekte des Klima- und Umweltschutzes.
Zilshausen ist die 31. Gemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis, die als Schwerpunktgemeinde anerkannt wurde:
Buch — 1993
Lautzenhausen — 1993
Oberkostenz — 1994
Ravengiersburg — 1994
Bell — 1995
Niederkostenz — 1995
Beltheim — 1999
Mastershausen — 2001
Reckershausen — 2001
Gemünden — 2002
Boppard, Ortsbezirk Hirzenach — 2003
Damscheid — 2003
Urbar — 2004
Dörth — 2005
Külz — 2006
Niederkumbd — 2007
Lingerhahn — 2008
Dickenschied — 2009
Niederburg — 2009
Wahlenau — 2010
Tiefenbach — 2011
Laudert — 2012
Horn — 2013
Oberwesel Stadtteil Dellhofen — 2015
Pleizenhausen — 2015
Mengerschied — 2016
Dommershausen — 2018
Gehlweiler — 2018
Beltheim — 2019
Büchenbeuren — 2023
Henau — 2025
Zilshausen — 2026




