Online-Gaming im Jahr 2021: Diese Möglichkeiten bietet die Gaming-Branche

Würde rein auf das Wachstum und die Entwicklung einer Branche geachtet, so stünde die Gaming-Welt weit oben in der Tabelle der Branchen. Die Entwicklungen sind faszinierend und vielseitig zugleich. Längst ist kein fester Ort oder Platz mehr nötig, um in die Spielewelten einzutauchen, denn diese begleiten Gamer auf Schritt und Tritt. Neue Games, neue Techniken und neue Optionen warten auf Spieler. Aber was setzt sich wirklich durch? 

Abbildung 1: VR Gaming ist nur ein Bereich., der gerade immer beliebter wird. Bildquelle: @ Maxim Tolchinskiy / Unsplash.com

Spiele für alle Genres 

Gewiss heißt es auch heute noch klischeehaft, dass Gaming aus ›Ballerspielen‹ und FIFA bestehen. Welch ein Quatsch dieses Klischee eigentlich ist, sieht jeder, der sich nur einen kurzen Überblick über die Gesamtheit der Games verschafft. Es gibt unzählige Genres, es gibt unzählige Varianten und es gibt noch mehr Nischen. Und das Beste: Sie sind überall zu finden. 

- Browsergames – für lange Zeit waren die Browsergames der Spaß für zwischendurch. Eigentlich begann im größeren Umfang alles mit der Moorhuhnjagd, die damals durchaus begründet in einigen Büros verboten wurde. Breiter aufgestellt ging es mit all den Rätsel-, Karten- und Farmspielen weiter. Aus dem Farmspielen wurde längst die Kategorie der Aufbauspiele. Auch heute sind die Browsergames noch überall anzutreffen, wobei sich jedoch die Einordnung verändert hat. Waren es damals schlichtweg Games, die keine Installation benötigten und direkt im Browser gespielt werden konnten, so zählen heute auch Computergames zu Browserspielen, sofern der Internetbrowser geöffnet ist. 

- Apps – das Smartphone, wie auch das Tablet, ist zum mobilen Spielecenter geworden. In den Appstores gibt es eigentlich kein Spiel, das es nicht gibt. 

- Genres – einerseits werden sie immer breiter gefächert, andererseits gibt es je Genre immer neue Unterkategorien. Letztendlich ist für den Gelegenheitszocker ebenso was dabei wie für den Profispieler. Für kleine Gamer warten schon Lernspiele auf den unterschiedlichsten Plattformen und Konsolen, für Erwachsene öffnen auch Online-Casinos mit ihren Slots und Live-Casinos die Türen. Wer im Casino spielen möchte, sollte sich jedoch vorher die verschiedenen Anbieter genauer anschauen.

Es dürfte unmöglich sein, einen Menschen zu finden, zu dem keines der vorhandenen Spiele passt. Selbst die, die eigentlich nie zocken, spielen mindestens aus Lernhinsicht wiederum: Sport, Prüfungshilfen oder auch die Programme, die beim Lernen für den Führerschein helfen, sind wiederum Computerspielarten. Fahrschulen setzen dabei sogar auf die VR-Technik, denn die virtuellen Fahrstunden bilden realistische Animationen über VR ab. 

VR: Die Entwickler machen ernst

Die VR-Technik ist nicht neu. Allerdings galt sie für etliche Zeit als ein Nischenprojekt, welches sich zwar mit dem Markt bewegt, doch an der Masse vorbeigeht. Das lag natürlich an der benötigten Ausstattung. Wahlweise mussten Gamer wirklich hochleistungsfähige PCs haben oder auf Konsolen setzen, die nicht unbedingt mit den üblichen Spielekonsolen kombinierbar waren. Und jetzt? Viele VR-Brillen greifen schlichtweg auf das Smartphone zurück, andere benötigen nur das Internet, um auch mit üblichen Laptops und PCs zu arbeiten, andere hingegen lassen sich mit den typischen Konsolen kombinieren. In der Folge ist die VR-Technik nun massenkompatibel. Und das wirkt sich auf die Spiele aus: 

- Mittendrin – die VR-Technik erlaubt dem Spieler, mitten in ein Spiel einzutauchen. Der Abstand zwischen Spieler und Spielumgebung verschwindet, der Gamer ist mittendrin statt nur dabei. 

- Spiele – sie werden längst auf eben das Mittendrin-Attribut abgestimmt. In einigen Games können Spieler bereits In-Game-Casinos besuchen, andere Spiele bauen gezielt darauf auf, dass der Spieler über den Controller Gegenstände aufhebt und ›persönlich‹ mit der Umgebung interagiert. 

- Gamification – die VR-Technik erlaubt es aber auch, abseits des reinen Spiels zu glänzen. So setzen Trainingshersteller auf die VR-Technologie, um das heimische Training abwechslungsreicher und unterhaltsamer zu gestalten. Tennis lässt sich mitten im wohnzimmereigenen Wimbledon spielen, Radrennen führen den Spieler im Wohnzimmer durch die ganze Welt und wer sich an Kickboxen oder Bodyweight-Übungen versucht, der kann dies machen, indem er kleine Monster wegkickt oder sonstige Übungen mit Bonusfeatures ausprobiert. 

Besonders wertvoll ist die VR-Technik dort, wo die Realität in die virtuelle Umgebung geholt werden soll. Kann ein Spieler beispielsweise nicht nur im Spiel die Türen eines Salons oder eines Casinos öffnen, sondern via VR direkt die Erfahrung erleben, so gewinnt das Spiel an Attraktivität. 

Immer weniger Hardware: Cloud-Computing gewinnt an Fahrt

Vor einigen Jahren stand die Gamingbranche vor einem Problem. Die Spiele wurden immer ausgefeilter und herausfordernder, was sich wiederum auf die benötigte Hardware auswirkte. Mit einem ganz gewöhnlichen Computer waren einige Spiele gar nicht spielbar, denn selbst, wenn alles lud, so schaltete sich der PC aufgrund der Hitzeentwicklung gerne mal ab. Echte Spiele-PCs hingegen waren und sind teuer: 5.000 Euro können passionierte Gamer allein für den PC schon hinlegen. Glücklicherweise gab es eine Lösung: 

- Cloud-Computing – das ist praktisch nichts anderes, als das, was die meisten anderweitig schon nutzen. Beim Cloud-Computing liegen die Programme (Spiele) in einer Cloud und jeder mit Zugang kann darauf zurückgreifen. 

- Vorteil – die Spiele müssen nicht mehr installiert und auch nicht vom eigenen PC verarbeitet werden. Somit sind sie auch mit ganz gewöhnlichen oder älteren Rechnern nutzbar. Zudem können sie so mit Smartphones und Tablets aufgerufen werden. 

- Ungebunden – es gibt Gamingclouds, die von den unterschiedlichsten Spieleanbietern genutzt werden. Doch auch einzelne Hersteller bieten ihre eigenen Clouds an. Gemeinschaftlich genutzte Dienste sind für Spieler natürlich vorteilhaft, da sie nicht mehr mehrere Accounts benötigen. Die Nutzung gleicht wiederum einer Flatrate. 

Gerade die veränderte Mobilität und der Wunsch vieler Spieler, ihrem Hobby von überall aus nachzugehen, brachte die Clouds in den Mittelpunkt des Geschehens. 

Abbildung 2: Cloud Computing sorgt dafür, dass Spiele künftig weniger Hardware-Anforderungen aufweisen. Bildquelle: @ Florian Olivo / Unsplash.com

Fazit – Abwechslung pur beim Gaming 

Vom klassischen Brettspiel bis zum hochmodernen Casino in Las Vegas: Gamer können heute so viele Facetten des Spielens entdecken und nutzen, wie noch nie zuvor. Mit der VR-Technik wird das Spiel immer realistischer und kann so auch den Sprung zum Lerninhalt schaffen. Wer eine virtuelle Fahrstunde hatte, der weiß, wovon die Rede ist. Neben den Klassikern unter den Games werden aber auch immer mehr Sport- und Trainingsspiele mit angeboten. So wird selbst das heimische Laufband in der hintersten Zimmerecke plötzlich zu einem echten Highlight.