Spielbankmogul spendet für den Klimaschutz

Das Wissen um den Klimawandel ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Die Fakten sind besorgniserregend, denn wenn nicht effektiv gehandelt wird, wird die Erhöhung der durchschnittlichen Temperatur voraussichtlich viele schlimme Folgen nach sich ziehen. Der Anstieg des Meeresspiegels bedroht Inseln und Küstenstädte, an anderen Stelle wird sich eine zunehmende Dürre ausbreiten. Natürlich gibt es Strategien der Anpassung, die besonders in Gebieten mit hohem Niederschlag das Schlimmste verhindern sollen. Dennoch können nicht alle Folgen abgefangen werden. 

Mehr Wohlstand bedeutet mehr CO2 Ausstoß 

Obwohl die Problematik rund um das Klima seit Jahren bekannt ist und viele Maßnahmen etwa zur Einsparung von Strom ergriffen wurden, ist der CO2 Ausstoß mit dem wachsenden Wohlstand ebenfalls in die Höhe geschossen. Es gibt zwar effizientere Geräte, dafür werden mehr von ihnen verwendet. Heizungen sind sparsamer geworden, doch die Menschen leben in größeren Wohnungen oder Häusern und beheizen dadurch eine größere Fläche. Auch die Landwirtschaft und die Industrie tragen einen großen Teil zum Klimawandel bei. Umso löblicher ist es, wenn Verantwortliche aus der Wirtschaft ein Zeichen gegen den Klimawandel setzen und sich persönlich 

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engagieren. So wie Spielbankmogul und Merkur-Inhaber Paul Gauselmann, der pünktlich zu seinem 85. Geburtstag am 26. August bekannt gab, 85.000 Bäume gegen den Klimawandel zu pflanzen. Frau Ziegler von onlinecasinosdeutschland.com berichtet über die nachahmenswerte Aktion. 

Unternehmer will „Etwas zurück geben“

Der erfolgreiche Unternehmer weiß die Natur zu schätzen, die ihm immer viel gegeben habe: Entspannung von seinem anstrengenden Alltag und eine schöne Kulisse für Familientreffen. Darum ist es für den Vater von vier Söhnen und Großvater von neun Enkelkindern eine „Ehrensache“, sich für den Erhalt der Umwelt einzusetzen und etwas zurückzugeben. 

Als wirksames Mittel gegen den Klimawandel will Gauselmann auf der ganzen Welt 85.000 Bäume pflanzen, 1000 für jedes seiner Lebensjahre. Die Idee sei ihm spontan gekommen, als in einer aktuellen Studie darauf hingewiesen wurde, dass der Klimawandel mit nichts so effektiv bekämpft werden könne wie durch das Aufforsten. Wie der kürzlich zurückgetretene VDAI-Vorstandschef resümiert, haben Bäume das Potenzial, „bis zu zwei Drittel, der bislang vom Menschen verursachten, klimaschädlichen CO2-Emmissionen“ aufzunehmen.

Klimaziele können durch intensive Aufforstung erreicht werden

Laut einer aktuellen Untersuchung ist es tatsächlich möglich, das sehr ehrgeizige Ziel des Weltklimarates (IPCC) zu erreichen. Die Forscher haben berechnet, dass die Begrenzung der weltweiten durchschnittlichen Erwärmung auf 1,5 Grad die schlimmsten Folgen abfedern bzw. verhindern kann. Doch wie kann das erreicht werden? Auch wenn manche Experten skeptisch sind, es ist möglich. Dafür müssen einerseits die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen begrenzt werden und andererseits bis bis zu eine Milliarde Hektar Land neu mit Bäumen bepflanzt werden. 

Im Moment ist die Erde mit 2,8 Milliarden Hektar Wald bedeckt. Weitere 900 Millionen Hektar können mit Bäumen bepflanzt werden, ohne dass dadurch die Landwirtschaft oder Städte beeinträchtigt würden. 900 Millionen Hektar entsprechen einer Fläche, die so groß wie die USA bzw. 27-mal so groß wie Deutschland ist. Die zusätzliche bewaldete Fläche könnte den Klimawandel aufhalten, da Bäume und andere Pflanzen einerseits CO2 verstoffwechseln und andererseits Sauerstoff erzeugen. Zudem wird der Boden unter Bäumen nicht so stark erhitzt, weil die Sonne von den Baumkronen abgefangen wird. Es entsteht ein ganz eigenes Mikroklima, das der unnatürlich schnellen Erwärmung entgegenwirkt, die aktuell beobachtet wird.

Abkehr vom fossilen Wirtschaftsmodell ist notwendig

Dennoch würde die Aufforstung allein nicht genügen, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Schließlich dauert es einige Jahre, bis die Bäume ihre volle Größe erreichen und damit auch ihr volles Potenzial als natürliche CO2-Speicher entfalten können. Die Aufforstung ist laut Aussage der Forscher also nur eine wichtige Maßnahme in einem ganzen Bündel von Aktionen. Ganz wesentlich sei es auch, sich rasch vom fossilen Wirtschaftsmodell abzuwenden, was durch eine Bepreisung von CO2 forciert werden könne. Entsprechende Vorschläge hat die Regierung kürzlich in ihrem Klimapaket vorgelegt. Dennoch erregen Aktionen wie vom Merkur-Chef immer wieder Aufsehen und regen vielleicht auch zur Nachahmung an. 

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Signalwirkung von Gauselmanns Vorhaben

Die Aktion des Spielbankmoguls, der sich als „letzten großen Unternehmenspatriarchen der Nachkriegszeit“ sieht, hat eine eindeutige Signalwirkung. Nicht nur Privatpersonen, auch andere Unternehmer und Verantwortliche können sich ein Beispiel daran nehmen, dass auch eine einzelne Person aus einer spontanen Entscheidung heraus einen wichtigen Teil zum Schutz vor den Auswirkungen des Klimawandels leisten kann. Doch Gauselmann ist nicht der Einzige, der mit dem Pflanzen von Bäumen die Welt etwas besser machen will. In den letzten Monaten gab es immer wieder gute Nachrichten rund um Pflanzaktionen mit teilweise erstaunlicher Dimension. So wurden in Indien im August dieses Jahres 220 Millionen neue Bäume an einem Tag gepflanzt, wobei große Teile der Bevölkerung beteiligt waren, um dieses ehrgeizige Ziel erreichen zu können. In Äthiopien wurden innerhalb eines Tages sogar 350 Millionen Bäume gepflanzt. Bis Oktober sollen hier insgesamt vier Milliarden neue Bäume in die Erde gebracht werden. 

Die sogenannten Entwicklungsländer machen Deutschland also etwas vor. Sie pflanzen Bäume, während zum Beispiel der Hambacher Forst, der durch den Braunkohleabbau in den letzten 40 Jahren auf ein Zwanzigstel seiner Fläche geschrumpft wurde, noch mehr abgeholzt werden soll. Die spektakulären Aktionen und Demonstrationen rund um den „Hambi“, wie der Wald liebevoll von seinen Beschützern genannt wird, haben in den letzten Monaten für reichlich Aufsehen gesorgt. Seit 2012 leben hier Aktivisten und behindern die Arbeiten, rund 100 Personen halten sich dauernd im Hambacher Wald auf. Sie tragen ebenso ihren Teil zu einer besseren Welt bei wie der Unternehmer und Naturfreund Gauselmann. Mehr Bäume bedeuten einen besseren Schutz vor dem Klimawandel und damit ein besseres Leben für alle Menschen.