Nico Lautwein

Bundeskanzler Friedrich Merz kommt zum politischen Aschermittwoch nach Trier

Trier. Bundeskanzler Friedrich Merz wird am 18. Februar beim politischen Aschermittwoch der CDU in Trier auftreten. Damit ändert der Kanzler kurzfristig seine ursprünglichen Planungen.

Statt wie vorgesehen im thüringischen Apolda wird Merz nun in Rheinland-Pfalz erwartet. Seine Teilnahme an der Veranstaltung in Thüringen sagte der CDU-Vorsitzende und Bundeskanzler ab. Dies bestätigte Thüringens CDU-Generalsekretär Niklas Waßmann auf Anfrage unserer Redaktion. Die Thüringer CDU habe Verständnis für die Entscheidung.
Der Auftritt in Trier kommt zu einem politisch wichtigen Zeitpunkt. In Rheinland-Pfalz steht am 22. März die Wahl eines neuen Landtags an. Die CDU erhofft sich dabei einen Machtwechsel in Mainz und will die Staatskanzlei erstmals seit Jahrzehnten wieder übernehmen.

Hintergrund: Abgesagte Klausur und Wahlkampf in Rheinland-Pfalz

Ursprünglich hatte Friedrich Merz bereits Anfang Januar einen Termin in Rheinland-Pfalz wahrnehmen wollen. Geplant war seine Teilnahme an der Klausurtagung des CDU-Bundesvorstands in Mainz am 9. und 10. Januar. Diese Zusammenkunft musste jedoch kurzfristig wegen des Winterwetters abgesagt werden.
Vor dem Hintergrund dieser ausgefallenen Reise gewinnt der nun bestätigte Auftritt in Trier zusätzliche Bedeutung. Für die CDU Rheinland-Pfalz ist der Besuch des Kanzlers wenige Wochen vor der Landtagswahl ein wichtiges Signal der Unterstützung.
In Rheinland-Pfalz regieren die Sozialdemokraten seit 1991. Mit Spitzenkandidat Gordon Schnieder will die CDU diese lange Regierungszeit der SPD beenden und erstmals seit über drei Jahrzehnten wieder den Ministerpräsidenten stellen.

CDU-Spitzenkandidat Schnieder spricht von „starkem Zeichen“

Entsprechend groß ist die Resonanz innerhalb der Landespartei. CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder betonte, dass es keineswegs selbstverständlich sei, dass der Bundeskanzler trotz seines eng getakteten Terminkalenders den Auftritt in Trier möglich gemacht habe.
„Es ist ein starkes Zeichen der Unterstützung und seiner engen Verbundenheit mit der CDU Rheinland-Pfalz“, sagte Schnieder. Er freue sich sehr auf den Besuch des Kanzlers und dessen Teilnahme am politischen Aschermittwoch.
Der traditionelle Aschermittwoch gilt seit Jahrzehnten als fester Termin im politischen Kalender und bietet den Parteien die Möglichkeit, ihre Positionen pointiert darzustellen und den Wahlkampf zuzuspitzen.

Thüringen: Jens Spahn übernimmt Auftritt in Apolda

Auch in Thüringen wird der politische Aschermittwoch trotz der Absage von Friedrich Merz stattfinden. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur wird dort nun Unionsfraktionschef Jens Spahn die Veranstaltung in Apolda übernehmen.
Die Thüringer CDU zeigte sich laut Generalsekretär Niklas Waßmann verständnisvoll für die Planänderung des Kanzlers. Parteiintern wird der Auftritt Spahns als angemessener Ersatz bewertet.

Quellen: Aussagen der CDU Rheinland-Pfalz und der CDU Thüringen, Kevin Schößler


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