

Die Blau-Schwarz-Weißen haben den Pokalfluch namens FV 07 Engers sprichwörtlich besiegt und hinter sich gelassen. Der Mannschaft von Thomas Klasen gelang ein unter dem Strich verdienter 4:1 (0:0)-Auswärtserfolg bei der Mannschaft, die in den vergangenen Jahren drei Mal zum Stolperstein für die Blau-Schwarz-Weißen wurde. Im Halbfinale des Bitburger Rheinland-Pokales wartet nun der FC Emmelshausen-Karbach.
Starke erste Hälfte ohne Torerfolg
Vor 1.250 Zuschauern bei teils strömendem Regen bildete der kompakte Platz im Neuwieder Stadtteil dabei einmal mehr das berühmte „Rheinland-Pokal-Feeling“. Knapp 500 Anhänger aus der ältesten Stadt Deutschlands machten sich ebenso auf den Weg an den Rhein und präsentierten am „Geburtstag“ des Vereines eine beeindruckende Choreographie zum Einlauf beider Mannschaften.
Von Minute eins an übernahmen die Mannen mit der Porta Nigra auf der Brust die Forderung der Fans: „Alles Geben, alles nehmen“ – zarte Angriffsbemühungen der Hausherren wurden im Keim erstickt, und nach rund zehn Minuten drückte der Regionalligist den Oberliga-Dritten mit Verve in die eigene Hälfte. Entlastung für den FV Engers? Fehlanzeige. Einzig die Torchancen ließen auf sich warten, was jedoch ob der vielbeinigen Abwehr nur wenig verwundern durfte.
Ein Tekerci-Pfostentreffer (39.) sowie eine Dreifach-Gelegenheit von Marceta und Wrusch (25.) und ein Held-Abschluss (29.) deuteten jedoch schon, wer Herr am Wasserturm an diesem Abend sein sollte. Unmittelbar vor der Pause die einzige Drangphase des FVE in Halbzeit eins – doch Novakovic hielt den Kasten bei einem Wambach-Abschluss sauber (45.+1).
Kinscher führt Trier zum Sieg
Unmittelbar nach dem Pausentee belohnte sich die Mannschaft für einen engagierten Auftritt in der ersten Hälfte: plötzlich stand Kinscher ganz frei, Abschluss, 0:1 (48.) – der endgültige Brustlöser, der knapp zehn Minuten später nach Kinscher-Freistoßflanke zum 0:2 durch Spang führte (60.).
Wer jedoch dachte, die Partie sei damit gegessen, hatte die Rechnung ohne den Oberligisten gemacht. Ein Pass in die Schnittstelle fand Paul Bermel plötzlich frei vor Novakovic (64.) – Anschluss, Spannung. Die Hausherren witterten Morgenluft am späten Abend, prüften Novakovic mit einer Glanztat aus der Distanz (Stieffenhofer, 67.), doch einer hatte etwas dagegen: Dominik Kinscher, der sich spätestens in dieser Phase zum Mann des Spiels emporschwang.
Nach Zuspiel von Seitz zog er zentral ab und ließ Serdarusic im Kasten des FVE keine Chance (1:3, 75.). Es war zu spüren: das wars. Als kurze Zeit später Wrusch – wieder auf Vorlage von Kinscher – per Kopf das 1:4 markierte (79.), bestand kein Zweifel mehr am lange hergesehnten und oft verpassten Pokal-Erfolg am Wasserturm.
Aufstellungen
FV 07 Engers: Serdarusic – Meinert, Schmitten, Semchuk (ab 54. Müller), Szymczak – Akahiskali (ab 76. Lahn), Bermel, Ed-Daoudi (ab 67. Wilma), von Haacke (ab 46. Stieffenhofer) – Simons, Wambach (ab 76. Kesikci).
Eintracht-Trier: Novakovic – Heinz, Held (ab 60. Rahn), Lohei – Kinscher (ab 82. Garnier), Spang, Tekerci (ab 77. Laux), Wrusch, Yavuz – Marceta (ab 46. Seitz), Sausen (ab 77. König).
Tore: 0:1 Kinscher (48.), 0:2 Spang (60.), 1:2 Bermel (64.), 1:3 Kinscher (75.), 1:4 Wrusch (79.).
Schiedsrichter: Philipp Michels
Zuschauer: 1.250
Quelle: SVE


