

Die Volksbank Trier Eifel zieht eine erfreuliche Bilanz für das Geschäftsjahr 2025. Bei der Vertreterversammlung am 23. April in der Stadthalle Bitburg präsentierte der Vorstand vor 201 Vertretern solide Zahlen – trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Vorstand und Aufsichtsrat wurden einstimmig entlastet.
Die Bilanzsumme stieg um 339 Millionen Euro auf knapp 5 Milliarden Euro (+7,4 Prozent). Die Kundenkredite wuchsen um 10,2 Prozent auf 4,03 Milliarden Euro – weit über der eigenen Prognose von 3,8 Prozent. Die Kundeneinlagen legten um 6,2 Prozent auf insgesamt 206 Millionen Euro zu. Das Betriebsergebnis vor Bewertung lag bei 66,5 Millionen Euro und überstieg damit den Planwert. Die Mitgliederzahl stieg auf 76.675, die maximale Mitgliederrendite beträgt 4,6 Prozent. Insgesamt zählt die Bank 138.918 Kunden und 596 Mitarbeitende.
Das wirtschaftliche Umfeld bleibt herausfordernd: Führende Forschungsinstitute haben ihre Konjunkturprognose für Deutschland für 2026 auf lediglich 0,6 Prozent Wachstum gesenkt – noch vor einem halben Jahr waren 1,3 Prozent erwartet worden.
Das genossenschaftliche Prinzip steht für die Bank klar im Mittelpunkt. „Geld aus der Region bleibt in der Region und wird hier wieder investiert. Ein Großteil der Kundeneinlagen fließt direkt in Kredite für Familien, Handwerk, Mittelstand und kommunale Projekte vor Ort", betonte Vorstand Alfons Jochem. Vorstand Andreas Theis ergänzte den Begriff des „regionalen Fußabdrucks": Wenn Kapital und Investitionen zunehmend außerhalb der Region verlagert werden, verliere die Region ihren Gestaltungsspielraum.
Mehr als 1,48 Millionen Euro flossen 2025 in Spenden, Sponsoring und Stiftungen. Die Netto-Gehaltszahlungen beliefen sich auf 21,72 Millionen Euro, hinzu kamen Lohnsteuerzahlungen von 6,73 Millionen Euro. Auch im Immobiliengeschäft setzt die Bank ihren Wachstumskurs fort: 311 vermittelte Objekte mit einem Kaufpreisvolumen von über 83 Millionen Euro machen die Tochtergesellschaft zum größten Immobilienmakler der Region.
Trotz bundesweit sinkender Geldautomatenzahlen investiert die Bank weiter in die Bargeldversorgung: Neue SB-Pavillons entstanden in Föhren, Konz und Trier-Diedenhofener Straße, weitere Standorte sind in Planung. Der Standort Nittel wurde modernisiert und erweitert. Parallel dazu ermöglicht die digitale Beratung Gespräche per Telefon oder Video mit regionalen Beraterinnen und Beratern.
Mit der Jugendmarke „YOUth" will die Bank gezielt junge Menschen ansprechen – mit kostenfreiem Konto, kostenfreier Kreditkarte und persönlicher Beratung auch per WhatsApp. „Wir wollen nicht in der Arena mit Direktbanken spielen. Unsere jungen Angebote sind: kostenfreie Kreditkarte und kostenfreies Konto – und trotzdem einen super Service", betonte Vorstand Peter Michels. Darüber hinaus setzt die Bank auf WERO, eine europäische Bezahllösung als Alternative zu Anbietern wie PayPal, die digitales Bezahlen unabhängiger von internationalen Plattformen machen soll.
Die Volksbank Trier Eifel Beteiligungs GmbH treibt eine Reihe von Projekten mit regionalem Mehrwert voran:
Quartier Treviris (Trier): In der ehemaligen Treviris-Passage entstehen 103 geförderte Wohneinheiten – vom Einzimmerapartment für Studierende bis zur 105-Quadratmeter-Wohnung. Der Mietpreis ist auf 8,45 Euro pro Quadratmeter gedeckelt, Voraussetzung ist ein Wohnberechtigungsschein. Eine Förderzusage von 14,5 Millionen Euro liegt seit Januar vor. Künftig wird die Volksbank dort zudem mit einem Kundencenter in der Trierer Innenstadt vertreten sein.
Quartier Ostallee (Trier): Ein neues urbanes Zentrum mit 150 bis 200 Wohneinheiten, dem neuen Hauptsitz der Volksbank Trier Eifel, den Stadtwerken sowie dem Gesundheitsamt für Trier und Trier-Saarburg. Der Holzbau beginnt Mitte 2026, die Fertigstellung des Rohbaus ist bis Ende 2026 vorgesehen.
Moselclinic (Trier): In der Zurmaiener Straße entsteht ein modernes medizinisches Zentrum. Das neue OP-Zentrum ist fertiggestellt, rund 250 Patienten werden täglich behandelt, jährlich sollen etwa 4.000 Operationen durchgeführt werden.
Wohnquartier Zemmer: In der Heidweilerstraße entstehen 23 Wohneinheiten – 13 Neubauwohnungen mit Tiefgarage sowie 10 Wohnungen im Ersatzneubau. Fertigstellung ist für 2027 geplant.
Gärtnerei Münz, Prüm: Auf dem 3.287 Quadratmeter großen Areal der ehemaligen Gärtnerei ist ein gemischt genutztes Wohnquartier geplant. Die Wohnungen sollen als Eigentumswohnungen verkauft werden, die Planungen werden 2026 weiter vorangetrieben.
Neubaugebiet Dudeldorf: Rund 50 neue Baugrundstücke, im Zentrum ein neuer Kindergarten für die Gemeinde. Das Baugebiet „Aufm Engelsberg" wird seit 2021 entwickelt.
Güterstraße Bitburg: Ein vier- bis fünfgeschossiges Gewerbe- und Dienstleistungszentrum mit 83 Stellplätzen. Baubeginn ist im Frühjahr 2026, Fertigstellung für Ende 2027 bis Anfang 2028 geplant. Gespräche mit Mietern aus dem medizinischen und Bürobereich laufen.
Klosterareal Föhren: Auf rund 13.000 Quadratmetern entstehen neue Wohnformen, darunter Baugemeinschaften, sowie eine „neue Mitte Föhren" mit Dorfplatz und Aufenthaltsflächen.
Erneuerbare Energien: Der Batteriespeicher Föhren ging im Oktober 2025 in Betrieb. Der Solarpark Schweich versorgt auf 17.900 Quadratmetern rund 6.000 Haushalte mit grünem Strom.




