

Am Dienstag, 21. April, wurde bei Baggerarbeiten in der Tiergartenstraße in Prüm, gegenüber der Polizeiinspektion, eine 250-kg-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt (wir berichteten). Am Sonntag, den 26. April, konnte die Bombe erfolgreich entschärft werden.
Für die Entschärfung wurde ein Sicherheitsradius von 300 Metern eingerichtet. Insgesamt mussten rund 800 Anwohner ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Eine besondere Herausforderung stellte die Evakuierung eines kompletten Seniorenheims dar. Dort wurden 34 bettlägerige und schwer pflegebedürftige Personen in umliegende Krankenhäuser verlegt.
Auch die Polizeiinspektion sowie die örtliche Feuerwache befanden sich im Sperrbereich und wurden vorübergehend in die Mehrzweckhalle Prüm verlegt. Dort wurden die Einsatzkoordination sowie die Gesamteinsatzleitung eingerichtet.
Bereits ab 8 Uhr mussten die Bewohner den Gefahrenbereich verlassen, begleitet von Lautsprecherdurchsagen der Einsatzkräfte. Ab 8.30 Uhr begann die Evakuierung des Seniorenheims. Um 9 Uhr wurde der gesamte Bereich gesperrt und durch Feuerwehr, Ordnungsamt und Polizei kontrolliert, um sicherzustellen, dass keine Personen mehr im Gefahrengebiet verblieben. Insgesamt waren rund 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Ordnungsamt im Einsatz.
Die Entschärfung der Fliegerbombe erfolgte durch den Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz. Um 11.01 Uhr konnte Kurt Mazzucco mit seinem Team die Bombe erfolgreich entschärfen. Nach Abschluss der Maßnahmen wurden alle Straßensperrungen aufgehoben und die Anwohner konnten in ihre Häuser zurückkehren.
Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Dr. Johannes Reuschen, dankte allen beteiligten Einsatzkräften ausdrücklich für ihren engagierten und professionellen Einsatz.
Text: Florian Blaes




