Julia Borsch

Bitburg kauft Housing-Gelände: 57 Hektar für neues Wohn- und Gewerbequartier 

Bitburg (red). In Bitburg ist der Kauf des ehemaligen Housing-Areals abgeschlossen. Auf rund 57 Hektar sollen Wohnungen, Gewerbe und Infrastruktur entstehen. Bund und Kommunen planen ein langfristiges Entwicklungsprojekt mit gefördertem Wohnraum und städtebaulichem Konzept.

Von links: Kirsten Hoben, Julia Beinecke und Gabriele Gerlach (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben), Landrat und Verbandsvorsteher Andreas Kruppert, Bürgermeister Heiko Jakobs, Tanja Schnarrbach (Objektgesellschaft Bitburg Housing GmbH) bei der Vertragsunterzeichnung.

Von links: Kirsten Hoben, Julia Beinecke und Gabriele Gerlach (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben), Landrat und Verbandsvorsteher Andreas Kruppert, Bürgermeister Heiko Jakobs, Tanja Schnarrbach (Objektgesellschaft Bitburg Housing GmbH) bei der Vertragsunterzeichnung.

Bild: Kreisverwaltung Eifelkreis Bitburg-Prüm

Nach Verhandlungen zwischen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und kommunalen Vertretern ist eine Einigung über den Kauf des sogenannten Housinggeländes in Bitburg erzielt worden. Der Vertrag umfasst ein rund 57 Hektar großes Areal mit insgesamt 75 Gebäuden, darunter ehemalige Mannschaftsunterkünfte sowie Einrichtungen wie Schulen, eine Kindertagesstätte, ein Einkaufszentrum, eine Feuerwehr und ein Krankenhaus.


Stimmen zum Vertragsabschluss

Die Hauptstellenleiterin der Sparte Verkauf der BImA, Julia Beinecke, bewertet den Abschluss als wichtigen Schritt: „Mit dem Verkauf des Geländes konnte nunmehr ein weiterer großer Meilenstein in Sachen Konversion gesetzt werden. Die Entwicklung des Geländes wird für die Eifelregion und die Stadt Bitburg einen erheblichen Mehrwert bedeuten. Der Verkauf der Housing ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie der Bund durch die Gewährung von Verbilligungen die Kommunen aktiv bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum unterstützen kann.“

Auch auf kommunaler Seite wird der Vertragsabschluss als Grundlage für weitere Planungen gesehen. Landrat und Verbandsvorsteher Andreas Kruppert erklärte: „Mit dem Ankauf des Geländes besteht nun Sicherheit für die weitere Planung und Umsetzung des Konversionskonzeptes. Damit sind die Weichen gestellt, mit kommunalen und privaten Partnern, in den nächsten Jahren ein attraktives Quartier für Bitburg und die ganze Region zu schaffen. Durch die Etablierung von Wohnen, Dienstleistung und Gewerbe kann ein attraktiver Mix in Bezug auf die unterschiedlichen Nutzungen als auch Gebäudetypologien geschaffen werden, der einen große Bereicherung für die ganze Region darstellt.“

Der Bürgermeister von Bitburg, Heiko Jakobs, hob die Bedeutung des Projekts für die Stadt hervor: „Die Unterzeichnung des Kaufvertrags für das Housinggelände ist ein historischer Meilenstein für Bitburg! Wir sichern damit nicht nur wichtige Sportanlagen und den Kindergarten für unsere Stadt, sondern legen den Grundstein für ein völlig neues und attraktives Quartier. Gemeinsam mit unseren Partnern schaffen wir hier bezahlbaren Wohnraum und einen urbanen Stadtteil mit hoher Lebensqualität, der Bitburg in den kommenden Jahren maßgeblich bereichern wird. Wir blicken dieser Entwicklung mit großer Vorfreude entgegen.“


Planung und Entwicklung des Areals

Hintergrund des Projekts ist die Konversion der ehemaligen Militärflächen. Der Zweckverband Flugplatz Bitburg gründete dazu die Objektgesellschaft Bitburg Housing GmbH, die künftig die Entwicklungsflächen für Wohnen, Gewerbe und Freizeit übernimmt. Infrastruktur- sowie Grün- und Retentionsflächen verbleiben beim Zweckverband. Der Eifelkreis Bitburg-Prüm erwirbt die frühere High School mit Turnhalle, während die Stadt Bitburg Sportanlagen und eine Kindertagesstätte übernimmt.

Für öffentliche Nutzungen gewährt die BImA Preisnachlässe in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro. Zusätzlich sind etwa 100 geförderte Wohnungen geplant, die mit weiteren 3,5 Millionen Euro unterstützt werden. Bis Oktober 2026 soll ein städtebauliches Konzept vorliegen, danach folgen Planung und Erschließung. Die öffentlichen Maßnahmen werden zu 75 Prozent aus dem Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Entwicklung – Nachhaltige Stadt“ finanziert.

Langfristig ist vorgesehen, innerhalb von rund 15 Jahren ein neues Quartier zu entwickeln. Ein Baubeginn wird nach Abschluss der Planungsverfahren für das Jahr 2028 erwartet.