Nico Lautwein

Dreifach-Gold für Ömer Burak Yildirim: SSV-Talent dominiert Süddeutsche Meisterschaften der langen Strecken 

Trier/Wetzlar. Bei den Süddeutschen Meisterschaften der „Langen Strecken“, die vom 20. bis 22. Februar in Wetzlar ausgetragen wurden, krönte sich das Ausnahmetalent des SSV Trier gleich dreimal zum Süddeutschen Jahrgangsmeister

Der 13-Jährige Ömer Burak Yildirim vom SSV Trier

Der 13-Jährige Ömer Burak Yildirim vom SSV Trier

Bild: SSV Trier

 Der 13-Jährige verteidigte seine Titel über 800 und 1.500 Meter Freistil aus dem Vorjahr und feierte zudem ein Traumdebüt über 400 Meter Lagen – auch dort holte er im Jahrgang 2013 die Goldmedaille.

Gold zum Auftakt: Dominanter Sieg über 800 Meter Freistil

Über die 800 Meter Freistil am Samstag erwischten die Konkurrenten den mutigeren Start. Das Feld ging ein hohes Tempo an, nach 200 Metern lagen noch vier Schwimmer gleichauf.
Doch Ömer, bestens eingestellt von seinem Trainer Frank Meyer-Höke, ließ sich nicht aus seinem Rhythmus bringen. Zur Rennhälfte lag er bereits über eine Körperlänge in Führung, baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus und schlug nach 9:23,17 Minuten souverän mit elf Sekunden Vorsprung vor der Konkurrenz aus Katzwang, Hofheim und Frankfurt an.
Der Deutsche Jahrgangsrekord über 800 Meter Freistil ist für den jungen Trierer mit nun nur noch sieben Sekunden Abstand in greifbare Nähe gerückt.

Traumdebüt über 400 Meter Lagen

Am Sonntagmorgen folgte der Start über 400 Meter Lagen – und der nächste Paukenschlag. Ömer präsentierte sich in bestechender Frühform und dominierte das Rennen von Beginn an. In starken 5:06,63 Minuten gewann er den Jahrgangslauf klar und ungefährdet. Besonders beeindruckend: Seine Angangszeit über die 100-Meter-Schmetterling-Teilstrecke würde aktuell die Deutsche Saisonbestenliste der 13-Jährigen über diese Distanz anführen.

Finale Machtdemonstration: 1.500 Meter Freistil

Die 1.500 Meter Freistil wurden schließlich zum dritten Ausrufezeichen. Erneut versuchten die Konkurrenten mit einem hohen Anfangstempo, das Konzept von Trainer Meyer-Höke und seinem Schützling zu durchkreuzen.
Doch Ömer überzeugte einmal mehr mit herausragender Gleichmäßigkeit: Konstante Durchgangszeiten von etwa 1:11 Minuten pro 100 Meter bei 800 Metern und 1:12 Minuten bei 1.500 Metern sorgten dafür, dass er ab der 500-Meter-Marke das Feld stehen ließ.
Die restlichen 1.000 Meter schwamm er alleine vorneweg, vergrößerte seinen Vorsprung sukzessive auf fast 20 Sekunden und sicherte sich in starken 17:53,58 Minuten auch den dritten Titel als Süddeutscher Jahrgangsmeister.

Starker Auftritt der SG Rhein-Mosel

Für den SSV Trier, als Teil der Startgemeinschaft Rhein-Mosel, war Ömers Auftritt Gold wert: In jeweils persönlichen Bestzeiten holte er drei der insgesamt sechs Goldmedaillen des Teams und legte damit den Grundstein für Platz zwei im Medaillenspiegel.
Mit nur fünf Teilnehmern und 13 Starts erreichte die SG Rhein-Mosel beeindruckende elf Podestplätze – ein klarer Gradmesser für die hervorragende Arbeit der Trainer in den Stammvereinen.
Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Mannschaftserfolgen wider: So stieg die 1. Damenmannschaft in die 2. Bundesliga der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften auf (wir berichteten), zudem schafften sowohl die zweite Damen- als auch die zweite Herrenmannschaft den Sprung aus der Verbandsliga in die Landesliga.

Blick nach vorn: Titeljagd im Schwimmerischen Mehrkampf

Nach dem Wettkampf ist vor dem nächsten Highlight: Nun beginnt die intensive Vorbereitung, unter anderem im Oster-Trainingslager in Spanien, auf den Saisonhöhepunkt im Juni – die Deutschen Meisterschaften im Schwimmerischen Mehrkampf.
Bereits 2024 hatte Ömer dort den dritten Platz belegt, im vergangenen Jahr erkämpfte er sich den Vizetitel. Diesmal lautet das gemeinsame Ziel von Schwimmer und Trainer: vorne angreifen und um den Titel mitschwimmen.
Das tägliche Training gemeinsam mit den weiteren Leistungsträgern des SSV und die kontinuierliche Arbeit haben sich in Wetzlar ausgezahlt. Der SSV Trier gratuliert Ömer Burak Yildirim und seinem Trainer Frank Meyer-Höke herzlich zu diesem großartigen Erfolg – und richtet den Blick nun auf das nächste große Ziel Anfang Juni.

 


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