

Die Feuerwehr Trier hat erstmals den Grundausbildungslehrgang „Truppmann Teil 1“ in einem hybriden Ausbildungsformat angeboten. Mitte Juli schlossen zwölf Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Trier sowie ein Mitglied der Facheinheit Rettungshunde und Ortungstechnik den Lehrgang erfolgreich ab.
Theorie online, Praxis vor Ort
Das neue Ausbildungskonzept kombiniert digitale Lernphasen mit einer kompakten Präsenzausbildung. Von den insgesamt 70 Unterrichtsstunden entfielen 22 Stunden auf eine mehrwöchige Online-Phase und 48 Stunden auf praktische Übungen.
Während des digitalen Unterrichts eigneten sich die Teilnehmenden die theoretischen Grundlagen unter anderem zu Rechtsvorschriften, Unfallverhütung, Fahrzeugkunde sowie Brand- und Löschlehre im Selbststudium an. Ergänzend fanden Videokonferenzen statt, um die Inhalte zu vertiefen. So konnte die anschließende Präsenzwoche vollständig für praktische Übungen genutzt werden.
Praktische Ausbildung im Mittelpunkt
Im praktischen Teil standen unter anderem der Löschangriff nach Feuerwehr-Dienstvorschrift 3, die Wasserentnahme aus Hydranten und offenen Gewässern, der Umgang mit Schläuchen und Armaturen sowie die Grundlagen der technischen Hilfeleistung auf dem Programm. Außerdem übten die Teilnehmenden die Rettung von Personen über tragbare Leitern. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften und der Eigensicherung im Einsatz.
Den Lehrgang schlossen alle 13 Teilnehmenden mit einer theoretischen und praktischen Prüfung erfolgreich ab. Feuerwehrchef Andreas Kirchartz überreichte ihnen im Rahmen einer Abschlussveranstaltung die Urkunden.
Flexibler Einstieg ins Ehrenamt
Mit dem Abschluss des ersten Ausbildungsabschnitts ist die Grundausbildung noch nicht beendet. In den kommenden zwei Jahren setzen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Ausbildung im Rahmen des Truppmann Teil 2 in ihren jeweiligen Feuerwehreinheiten fort und sammeln weitere Einsatzerfahrungen.
Das hybride Ausbildungskonzept wurde gemeinsam von haupt- und ehrenamtlichen Ausbildern entwickelt. Ziel ist es, den Einstieg in den Feuerwehrdienst flexibler zu gestalten und die Ausbildung besser mit Beruf, Familie oder anderen Verpflichtungen vereinbaren zu können. Dadurch sollen Hürden für ein ehrenamtliches Engagement gesenkt und langfristig neue Mitglieder für die Freiwillige Feuerwehr gewonnen werden.
Diese Teilnehmer bestanden den Lehrgang
Den ersten Teil der Truppmann-Ausbildung absolvierten erfolgreich: Luca Atz und Julian Kaisen (beide FF Euren), Felix Faß und Jan Breidenbach (beide FF Biewer), Lea Prinz (FF Pfalzel), Sabrina Knopp (FF Ehrang), Sophie Becker (FF Irsch), Lauritz Brünnet, Valentin Schieben und Lukas Engel (alle FF Olewig), Jan Szymanski (FF Stadtmitte) sowie Benjamin Lübke (FF Kürenz).




