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Gisela Krämer erhält Bundesverdienstkreuz
Gisela Krämer ist eine von bundesweit 23 Millionen Ehrenamtlichen. Ihr Amt versieht sie dabei fernab der großen Bühnen und Kongresse, sie steht nah am Menschen und löst die Probleme direkt vor Ort, dort, wo sie anfallen. „Völlig geplättet“ sei sie, allerdings nicht von ihrer Arbeit, sondern eher durch den Umstand, dass ihr zeitintensives Engagement endlich „gesehen“ wird. Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes steht dabei nicht am Ende ihres Ehrenamts, sondern eher „mittendrin“. Eine Zäsur wird es nicht geben: „Es geht genauso weiter“, sagt die 70-Jährige, die gebürtig aus Heidelberg stammt und in ihrem früheren Leben Realschullehrerin war. Unter anderem.
"Letzte Hoffnung"
Denn gleichzeitig engagierte sie sich nicht nur als Ausbildungsleiterin der Lehrlinge und Meisterinnen der städtischen Hauswirtschaft, sondern brachte sich über drei Jahrzehnte lang in die Kommunalpolitik ein. „Ich habe sie als Frau kennengelernt, die auch mal kräftig auftreten kann“, erinnert sich Dr. Karl-Heinz Frieden, Bürgermeister der Stadt und Verbandsgemeinde Konz, an diese Zeit. Auf eigenen Wunsch ließ sich Gisela Krämer 1999 vom Schuldienst beurlauben und fand in der Funktion der Beauftragten für Migration und Integration des Landkreises Trier-Saarburg eine neue Lebensaufgabe. „Sie wurden dort für viele ausländische Mitbürger als letzte Hoffnung ihrer persönlichen Belange angesehen“, betonte Dagmar Barzen.Einsatz für die Integration
Kernpunkte ihrer Arbeit waren und sind das gegenseitige Kennenlernen und die Förderung des interkulturellen Zusammenlebens, die sie beispielsweise mit kulturellen Begegnungsfahrten, gemeinsamen Theater- und Museumsbesuchen oder interkulturellen Frühstücken ganz praktisch umsetzt. Darüber hinaus bietet sie seit 2001 Migranten unentgeltlich die Möglichkeit, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Als Vertreterin des Landkreises Trier-Saarburg engagierte sie sich zusätzlich im Verein „Haus der Jugend“, im Kuratorium des Vereins Roscheider Hof sowie in der Mitgliederversammlung Saar-Obermosel; im interkulturellen Arbeitskreis Saarburg und Konz wirkte sie in der Organisation des Weltfrauentages im Kreis Trier-Saarburg mit."Du hast noch viel vor dir"
Bernhard Henter, CDU-Landtagsabgeordneter und langjähriger Begleiter von Gisela Krämer, brachte den Stein ins Rollen. Sein Vorschlag für das Bundesverdienstkreuz sei dabei aus voller Überzeugung geschehen. Für die Geehrte hingegen sei es ein Ansporn, weiter zu machen. „Wir brauchen dich! Du hast noch viel vor dir“, unterstrich gleichwohl die Kreisbeigeordnete Stephanie Nickels, die der Verleihung stellvertretend für den terminlich verhinderten Landrat Günther Schartz beiwohnte. Fotos: ADD/KrellerWeitere Nachrichten aus dem Stadt Trier
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