

Wer Trier einmal unterhalb und hinter seiner vertrauten Oberfläche erleben möchte, kann sich ab heute Tickets sichern: Am Donnerstag, 1. Oktober, startet der Vorverkauf für die Lange Nacht der Unterwelten.
Die Veranstaltung findet nur alle zwei Jahre statt und führt in diesem Jahr über zwölf unterschiedliche Routen durch historische Keller, Krypten, Grabungen und andere verborgene Orte. Jede Route verbindet zwei Stationen mit einem musikalischen, theatralen oder erklärenden Programmpunkt und endet in einem der fünf offenen Keller.
Die Lange Nacht ist Teil des dreiwöchigen Unterwelten-Festivals vom 29. Oktober bis 21. November. Nach aktuellem Stand beteiligen sich daran 29 Veranstalter an 21 Veranstaltungsorten. Führungen und archäologische Einblicke treffen auf Theater, Musik, Ausstellungen und weitere Veranstaltungsformate. Neu im Programm sind unter anderem die Pfalzeler Kasematten und die Philippskurie.
Eine Besonderheit in diesem Jahr ist der Lampion-Wettbewerb für den Dom. Unter dem Motto „Lichtgestalt(en). Trier leuchtet zusammen“ sind Schulklassen, Kindergärten, soziale Einrichtungen und Jugendgruppen noch bis 23. Oktober dazu eingeladen, kreative Laternen zu gestalten und damit Teil einer besonderen Lichtinstallation im Dom zu werden. Vom 14. bis einschließlich 22. November werden die Werke dann die Besucher des Domes verzaubern.
„Die Bedeutung eines Bauwerks, einer Grabung oder eines Gewölbes eröffnet sich meist besonders dann, wenn Menschen Fragen stellen, Zusammenhänge erklären oder diese Räume mit Musik, Theater, Literatur, Wissen und Fantasie füllen“, sagt Kulturdezernent Markus Nöhl.
Die historischen Orte sollen dabei nicht nur Kulisse sein, sondern Teil des jeweiligen Erlebnisses. Die Lange Nacht greift dieses Prinzip mit ihren zwölf Routen auf.
Neu dabei sind unter anderem die Bastion in der Südallee, die „Alles Kultur“-Bühne in der Jakobstraße und der ehemalige Ratskeller im Untergeschoss der Steipe.
Die fünf offenen Keller befinden sich in der Weinstube Kesselstatt, den Vereinigten Hospitien, der wineBANK, im Mergener Hof und erstmals auch im Club Toni im Walderdorffs. Im Ticket enthalten ist jeweils ein Glas Wein zur Begrüßung. Danach können die Besucher so lange sie möchten in „ihrem“ Keller bleiben oder zu einem der anderen vier weiterziehen.
„Die Trierer Unterwelten machen Trier nicht künstlich interessant. Sie arbeiten mit dem, was diese Stadt bereits besitzt, und zeigen es in neuen Zusammenhängen“, sagt Yannick Jaeckert, Geschäftsführer der Trier Tourismus und Marketing GmbH. „Das Festival öffnet die Türen, die Lange Nacht zeichnet die Wege dazwischen.“
Die Routen starten jeweils um 17, 18, 19, 20 oder 21 Uhr. Eine Übersicht:
Route 1: Albana-Gruft → Bastion → Vereinigte Hospitien
Route 2: Alte Weinbaudomäne → Keller Fetzenreich → wineBANK
Route 3: Amphitheater → Ausgrabungen Club Aktiv → Weinstube Kesselstatt
Route 4: Dom-Information → Welterbe-Erlebniszentrum Trier → Vereinigte Hospitien
Route 5: Krypta St. Paulin → Porta Nigra → Mergener Hof
Route 6: Europäische Rechtsakademie → Bischöfliche Weingüter → wineBANK
Route 7, barrierefrei: „Alles Kultur“ → Turm Jerusalem → Tonis (Walderdorffs)
Route 8: Friedrich-Spee-Gruft/Jesuitenkirche → Basilika → Mergener Hof
Route 9: Kaiserthermen → Kryptoportikus → Tonis (Walderdorffs)
Route 10: Dom: Westkrypta → Helenakrypta → Hauptschiff → Weinstube Kesselstatt
Route 11: Ausgrabungen St. Maximin → Max-Planck-Gymnasium → Mergener Hof
Route 12: Frankenturm → Martinskloster → Vereinigte Hospitien
Laut Veranstaltern waren die Routen der Langen Nacht in den vergangenen Jahren jeweils ausverkauft. Routentickets kosten 25 Euro, ermäßigt 22 Euro. Darin enthalten sind ein Glas Wein sowie der Zugang zu allen fünf offenen Kellern.
Der Vorverkauf für die Veranstaltungen des Unterwelten-Festivals läuft bereits. Für die Lange Nacht startet der Vorverkauf am 1. Oktober. Das vollständige Programm und die Tickets gibt es unter www.trierer-unterwelten.de.




