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Neue Feuerwache: Polizeigelände statt Spitzmühle
Die dem Rat zur Entscheidung vorgelegte Verwaltungsvorlage benennt eindeutig die finanziellen und planerischen Unwägbarkeiten, die bei einem Festhalten am Standort Spitzmühle drohen. Schon bei den ersten beiden Grabungen im Bereich des Parkplatzes (Archäologen vermuten im Erdreich Überreste einer großen römischen Tempelanlage) wurden Mitte vergangenen Jahres in geringer Tiefe kontaminierte Böden gefunden. Offenbar befanden sich hier Lohegruben der ehemaligen Lederfabrik Simon. Die Arbeiten wurden gestoppt, bis die Laboranalysen vorlagen. Zwar wurde für die Proben eine mögliche Milzbrandgefährdung ausgeschlossen, doch das Robert-Koch-Institut konnte keine Unbedenklichkeitsbescheinigung für das gesamte Gelände aussprechen.
Lederfabrik ausfindig gemacht
Daraufhin wurde in Abstimmung mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord als obere Umweltbehörde ein Fachbüro mit einer so genannten historischen Erkundung zur Ermittlung weiterer Altlastenverdachtsflächen beauftragt. Dabei wird anhand von alten Fotos, Lageplänen und Zeitungsartikeln ermittelt, wo genau sich die Produktionsstätten der Lederfabrik, die bis in die 60er Jahre an der Spitzmühle ansässig war, befunden haben. Gleichzeitig wurde ein Arbeits- und Sicherheitsplan erstellt, der genau vorschreibt, wie mit dem kontaminierten Erdaushub und den nicht belasteten Bodenmassen umzugehen ist.Kontaminationen vermutet
Das Ingenieurbüro stellte 13 Stellen auf dem Spitzmühlengelände fest, an denen Kontaminationen vermutet werden. Um diese Verdachtsflächen wiederum genauer analysieren zu können, müssten durch weitere 40 kleinere Grabungen rund 112 Bodenproben aus zwei bis vier Meter Tiefe entnommen werden. Insgesamt würde diese Vorgehensweise bis zur Vorlage des umwelttechnischen Berichts rund 40 Wochen dauern und 205.000 Euro kosten. Und erst mit den Ergebnissen dieser orientierenden Untersuchung können die Altlastenfragen in Bezug auf den Standort Spitzmühle konkret bewertet und Aussagen zur künftigen Nutzbarkeit getroffen werden. Bei einer Wiederverfüllung der Grabungsflächen unter Sicherheitsauflagen und bei Verzicht auf einen weiteren Bodeneingriff sind nach jetzigem Erkenntnisstand keine weiteren Maßnahmen notwendig.Polizeiprädisium im Fokus
Wegen diesem ungewissen Szenario rückte der Rat vom Standort Spitzmühle ab und beschloss, die Untersuchungen fortan auf das Gelände Polizeipräsidium zu konzentrieren. Durch eine ohnehin notwendig gewordene Personalverstärkung der Berufsfeuerwehr hat sich die Möglichkeit ergeben, bis zu zwölf Fahrzeuge in das Brand- und Katastrophenschutzzentrum nach Ehrang zu verlegen. Die dadurch gewonnene Entlastung ermöglicht eine Reduzierung der notwendigen Gebäudegröße und erleichtert eine Ausführung am Standort Polizeipräsidium. Zusätzlich wird bei den Raum- und Flächenplanungen ein Nachbargrundstück mit einbezogen. Der Stadtrat bewilligte zwei zusätzliche Stellen im gehobenen Dienst (Feuerwehr und Gebäudemanagement), die in der Planungs- und Bauphase für eine zügige Realisierung sorgen sollen.Fraktionsstimmen
"Im Nachhinein ist man immer schlauer", Dr. Hermann Kleber, FWG, brachte es kurz vor der Abstimmung im Rat auf den Punkt. Wobei die Fraktionen von CDU und Grünen jeweils für sich reklamierten, schon vor eineinhalb Jahren schlauer gewesen und auf die Untauglichkeit des Standortes Spitzmühle hingewiesen zu haben. Letztlich zeigten sich alle Ratsmitglieder erleichtert und zufrieden, dass für die Berufsfeuerwehr mit der Fokussierung auf das Polizeigelände endlich ein gangbarer Weg aufgezeigt worden ist. RED/PAStadt Trier
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