

Wenn ein Kind lebensverkürzend erkrankt, verändert sich das Leben der gesamten Familie. Das neue Kinder- und Jugendhospiz von Nestwärme auf dem Trierer Petrisberg soll betroffenen Familien Entlastung und Unterstützung bieten. Ab November 2026 sollen die ersten Familien aufgenommen werden. Die ehemalige rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer übernimmt nun die Schirmherrschaft für das Haus.
Mit zehn Zimmern soll das Hospiz ein Zuhause auf Zeit bieten. Die Begleitung beginnt nicht erst in der letzten Lebensphase eines Kindes, sondern kann Familien bereits über einen längeren Zeitraum unterstützen. Während das erkrankte Kind professionell versorgt wird, sollen auch Eltern und Geschwister Raum für ihre Bedürfnisse finden.
„Es freut mich und erfüllt mich mit Zuversicht, dass wir mit dem Nestwärme Kinder- und Jugendhospiz für unsere Großregion eine wichtige Ergänzung zur ganzheitlichen Begleitung von Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern haben“, sagt Malu Dreyer. Sie ruft dazu auf, das Projekt zu unterstützen, damit es betroffenen Familien Hoffnung, Stabilität und konkrete Entlastung bieten kann.
Die ehemalige Ministerpräsidentin ist bereits seit Beginn mit dem Vorhaben verbunden. Im Mai 2024 nahm sie am Spatenstich teil. Im August 2026 besuchte sie die Baustelle erneut, informierte sich über den Baufortschritt und sprach mit Unterstützern. Mit der Schirmherrschaft setzt sie ihr Engagement fort. Bei der offiziellen Eröffnung am Freitag, 23. Oktober, wird Dreyer vor Ort sein und eine Ansprache halten.
Die Gründerinnen von Nestwärme, Petra Moske und Elisabeth Schuh, freuen sich über die Unterstützung. „Dass wir nun ab November 2026 die ersten Familien in unserem Kinderhospiz willkommen heißen können, ist für uns ein ganz besonderer Moment“, erklären sie. Dass Dreyer das Haus künftig als Schirmherrin begleitet, bedeute ihnen viel.
Die medizinische und pflegerische Betreuung des erkrankten Kindes wird über bestehende Kostenträger abgesichert. Zusätzliche Angebote, die den Alltag der gesamten Familie erleichtern, lassen sich damit jedoch nicht vollständig finanzieren. Deshalb ist Nestwärme weiterhin auf Spenden, ehrenamtliches Engagement und gesellschaftliche Unterstützung angewiesen.
Der Verein Nestwärme Deutschland mit Sitz in Trier hat nach eigenen Angaben bundesweit ein Netzwerk aus professionellen und niedrigschwelligen Unterstützungsangeboten für Familien mit pflegebedürftigen Kindern aufgebaut. Die Organisation wurde von Petra Moske und Elisabeth Schuh gegründet. Sie beschäftigt mehr als 140 Mitarbeiter und wird von über 1500 Ehrenamtlichen getragen.




