Claudia Neumann

Premiere im neuen Wechselwerk: Familie Antrobus kämpft ums Überleben

Trier. Das Theater Trier startet am 10. Oktober mit Thornton Wilders „Wir sind noch einmal davongekommen“ in die neue Spielzeit. Gleichzeitig wird das Wechselwerk an der Tufa erstmals bespielt.

Bild: Alireza Nesaei

Eiszeit, Sintflut und Weltkrieg – und mittendrin eine ganz normale Familie: Mit Thornton Wilders Komödie „Wir sind noch einmal davongekommen“ startet das Schauspiel des Theaters Trier am Samstag, 10. Oktober, in die neue Spielzeit. Zugleich steht die erste Vorstellung im neuen Wechselwerk an der Tufa auf dem Programm. Die offizielle Eröffnung der neuen Spielstätte folgt am 18. Oktober.

Immer wieder neu anfangen

Im Mittelpunkt des Stücks steht die Familie Antrobus, die gemeinsam mit ihrer Haushaltshilfe und zunächst auch Mammut und Dinosaurier die großen Katastrophen der Menschheitsgeschichte überstehen muss. Mit Glück und unerschütterlichem Optimismus gelingt es der Familie immer wieder, davonzukommen und neu anzufangen.

Thornton Wilder schrieb die Komödie 1942 kurz vor dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg. Die großen Krisen der Weltgeschichte treffen dabei auf den scheinbar banalen Alltag einer Vorstadtfamilie. Wilder erhielt für das Stück 1943 den Pulitzerpreis.

Regisseur Tanju Girişken, der in Trier bereits „Der Fiskus“ inszeniert hat, verbindet die absurde und komische Geschichte mit Fragen nach Hoffnung, Überleben und der Rolle von Kunst. Die Inszenierung spielt zudem mit den Grenzen zwischen Theater und Realität und lässt Raum für Kommentare und Reflexionen über das Theater selbst.

Neue Spielstätte, neues Spielprinzip

„Wir sind noch einmal davongekommen“ wird vom 10. Oktober bis zum 7. November im Wechselwerk gespielt. Mit dem Wechsel in die Interimsspielstätte stellt das Theater seinen Spielbetrieb um: Die Produktionen werden en suite gezeigt.

Nach der Dernière wird die Bühne bereits für die nächste Produktion umgebaut. Am 21. November feiert dort „Planet B“ unter der Regie von Manfred Langner Premiere.

Weitere Vorstellungen: Sonntag, 11. Oktober, 18 Uhr; Dienstag, 13. Oktober, 19.30 Uhr; Freitag, 16. Oktober, 19.30 Uhr; Donnerstag, 22. Oktober, 19.30 Uhr; Freitag, 23. Oktober, 19.30 Uhr; Samstag, 24. Oktober, 19.30 Uhr; Dienstag, 27. Oktober, 19.30 Uhr; Mittwoch, 28. Oktober, 19.30 Uhr; Freitag, 30. Oktober, 19.30 Uhr; Mittwoch, 4. November, 19.30 Uhr; Samstag, 7. November, 19.30 Uhr.

Karten gibt es über die Internetseite des Theaters Trier sowie an der Theaterkasse, per E-Mail an theaterkasse@trier.de und telefonisch unter 0651 718 1818.