Claudia Neumann

Schneller, einfacher und erschwinglicher bauen

Trier. Neue Initiative für bezahlbares Wohnen gestartet

Auf der Baustelle der Wohnungsbau und Treuhand AG (gbt) in Trier, wo mehr als 100 Wohnungen seriell saniert und rund 20 neue Wohnungen entstehen, ist die Initiative „Besser Bauen. Für alle.“ offiziell gestartet worden. Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen, Alexander Rychter vom Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen und Dr. Axel Tausendpfund vom Verband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft (VdW südwest) unterzeichneten die Vereinbarung.

Fokus auf Kosten, Qualität und Innovation

Die Initiative knüpft an die bisherige Arbeit des Bündnisses für bezahlbares Wohnen und Bauen an und will Baugenehmigungen und Bauprozesse beschleunigen sowie Kosten senken, ohne die Qualität des Wohnraums zu beeinträchtigen. Im Zentrum stehen fünf Handlungsfelder: Baurecht und Bautechnik, Bauprozesse, Bauinnovation, Baukultur sowie die Zusammenarbeit mit der sozial orientierten Wohnungswirtschaft.

Doris Ahnen betonte die Bedeutung der Initiative für mehr bezahlbaren Wohnraum. 2025 wurden in Rheinland-Pfalz Förderzusagen für 3.312 Wohneinheiten vergeben – der höchste Wert der letzten zehn Jahre. Mit einem neuen Förderangebot von 2,5 Millionen Euro im Landesprogramm Experimenteller Wohnungs- und Städtebau sollen modellhafte Projekte unterstützt werden, die Qualität und Innovation im Wohnungsbau verbinden.

Die Bündnispartner wollen die Vereinbarung in den Arbeitsgruppen praxisnah umsetzen und das Bauen schneller, einfacher und bezahlbarer machen, erklärte Dr. Axel Tausendpfund. Alexander Rychter ergänzte, dass serielle Sanierungen wie auf der gbt-Baustelle und Anpassungen der Landesbauordnung helfen sollen, Kosten zu senken und Wohnen bezahlbar zu halten.

Dachaufstockung und Sanierung in Trier: 19 neue Wohnungen geplant

Die gbt Wohnungsbau und Treuhand AG plant in der Hohenzollernstraße und am Pacelliufer eine umfassende Modernisierung bestehender Wohngebäude. Im Rahmen des Vorhabens werden 19 neue Wohnungen im Dachgeschoss geschaffen, davon 7 barrierefrei und 5 rollstuhlgerecht.

Zudem werden die Bestandswohnungen energetisch saniert: neue Fassaden in serieller Bauweise, Balkone, Fenster, Außentüren, Kellerdeckendämmung und kontrollierte Wohnraumbelüftung. Im ersten Bauabschnitt entsteht zudem eine Nahwärmezentrale mit Pelletsversorgung. Weitere Maßnahmen umfassen Aufzugserweiterungen, Brandschutzertüchtigung, Strangsanierung, neue Parkplätze und Feuerwehraufstellflächen.

Das Projekt soll Wohnraum modernisieren, erweitern und energieeffizient gestalten.


UNTERNEHMEN DER REGION

Meistgelesen