Claudia Neumann

Bahnverbindung Trier–Luxemburg soll durch Ausbau der Eifelstrecke gestärkt werden

Trier/Region. Absichtserklärung für mehr Kapazität und bessere Anschlüsse im grenzüberschreitenden Verkehr

Symbolfoto

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Bild: Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben

Die Bahnverbindung zwischen Trier und Luxemburg soll durch den weiteren Ausbau der Eifelstrecke Köln–Trier gestärkt werden. Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz und das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Nordrhein-Westfalen haben gemeinsam mit weiteren Partnern eine Absichtserklärung zur künftigen Entwicklung der Strecke veröffentlicht. Ziel ist es, den grenzüberschreitenden Schienenverkehr zu verbessern.

Die Verkehrsverbindungen zwischen Luxemburg und den angrenzenden Regionen in Deutschland haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Um mehr Reisende für die Bahn zu gewinnen, soll das Angebot im grenzüberschreitenden Verkehr ausgeweitet werden.

Stärkere Verbindungen über Trier

Mobilitätsministerin Katrin Eder bezeichnete die Strecke als zentral für die grenzüberschreitende Mobilität im Westen von Rheinland-Pfalz. Mit der am Sonntag, 2. März, unterzeichneten Absichtserklärung bekräftigten die Beteiligten ihr Interesse, die Leistungsfähigkeit der Strecke im Sinne des Deutschlandtakts weiter zu erhöhen.

Zu den Unterzeichnern gehören neben den beiden Landesministerien auch der Zweckverband go.Rheinland, der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord, das Mobilitätsministerium Luxemburgs sowie das saarländische Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz.

Der Zielfahrplan sieht vor, dass künftig ein schneller Regionalexpress im Stundentakt zwischen Köln und Trier verkehrt. In Trier sollen die Züge mit den Verbindungen nach Luxemburg und Saarbrücken verknüpft werden. Damit wäre Luxemburg direkt oder mit einmaligem Umsteigen stündlich mit Köln verbunden.

Elektrifizierung bis 2028

Die rund 160 Kilometer lange Eifelstrecke war bei der Flutkatastrophe am Mittwoch, 14. Juli 2021, in weiten Teilen zerstört worden. Beim Wiederaufbau werden neben hochwasserresilienten Bauwerken und digitaler Signaltechnik auch eine Elektrifizierung umgesetzt. Nach aktuellem Planungsstand sollen die Arbeiten bis Dezember 2028 abgeschlossen sein.

Langfristig ist zudem ein bedarfsgerechter zweigleisiger Ausbau einzelner Abschnitte vorgesehen, um mehr Kapazität und bessere Verbindungen zu ermöglichen. Die Umsetzung weiterer Maßnahmen wird bis zum Zielhorizont 2035 angestrebt.