Theater Trier legt deutlich zu und knackt Langzeitrekord
Das Theater Trier hat in der Spielzeit 2024/25 einen neuen Langzeitrekord erzielt. Insgesamt 138.118 Besuche wurden gezählt – so viele wie seit 1989 nicht mehr. Die Zahl der verkauften Tickets stieg im Vergleich zur Vorsaison um 15 Prozent beziehungsweise knapp 18.000.
Intendant Lajos Wenzel stellte die Bilanz im Dezernatsausschuss III vor. Die hohe Nachfrage wertete er als Ausdruck der künstlerischen Arbeit und der Unterstützung durch das Publikum. Für Kulturdezernent Markus Nöhl unterstreichen die Zahlen die Bedeutung des Theaters für Stadt und Region sowie die Notwendigkeit der geplanten Generalsanierung.
Hohe Auslastung und steigende Verkaufszahlen
Insgesamt wurden 380 Vorstellungen gespielt, die durchschnittliche Auslastung lag bei rund 84 Prozent. Trotz Sondereffekten in der vorherigen Spielzeit, etwa durch die Theatertage, konnte das Haus seine Zahlen weiter steigern.
Besonders erfolgreich entwickelte sich das Musiktheater. Produktionen wie „Turandot“ in der Inszenierung von Lajos Wenzel mit einer Auslastung von 97 Prozent und mehr als 6.000 Besuchern sowie das Musical „La Cage aux Folles“ mit 9.768 Zuschauern trugen dazu bei, dass die Sparte ihre Besucherzahlen von 22.674 auf 23.406 erhöhte.
Starke Nachfrage im Kinder- und Jugendtheater
Die höchste Auslastung erreichte erneut das Kinder- und Jugendtheater. 65 Vorstellungen wurden von 28.128 jungen Besucherinnen und Besuchern gesehen, was einer Auslastung von 87 Prozent entspricht.
Im Schauspiel war „Mutter Courage und ihre Kinder“ von Bertolt Brecht mit 5.886 Besuchen die erfolgreichste Abendproduktion. Große Resonanz fanden zudem „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare, der als Open-Air-Produktion auf dem Augustinerhof 5.338 Menschen anzog, sowie die Uraufführung der Satire „Putsch!“ mit 4.278 Besuchern.
Zuwächse in der Tanzsparte und bei Open-Air-Formaten
Deutlich steigern konnte sich die Tanzsparte. 10.020 verkaufte Tickets bei 24 Aufführungen bedeuteten eine Auslastung von 79 Prozent, nach 65 Prozent in der Vorsaison. Besonders erfolgreich war die Choreografie „Schwanensee“ von Roberto Scafati mit 6.765 Besuchern und einer Auslastung von knapp 99 Prozent.
Auch Open-Air-Veranstaltungen auf dem Augustinerhof trugen zum Gesamtergebnis bei und erreichten 8.013 Besucher. Formate wie das Fringe-Theaterfestival mit 7.000 Gästen sowie das Picknickkonzert an der Porta Nigra mit 4.000 Teilnehmenden sprachen zusätzliches Publikum an.
Konzerte und Gastspiele ergänzen die Bilanz
Weitere 16.729 Besuche entfielen auf Konzerte des Philharmonischen Orchesters der Stadt Trier. Zudem sahen 13.509 Menschen Produktionen des Theaters bei Gastspielen in anderen Städten, darunter Auftritte in Wetzlar, Luxemburg und Kaiserslautern.
Ausblick auf die Generalsanierung
In der kommenden Spielzeit wird das Theater sein großes Haus am Augustinerhof im Zuge der anstehenden Generalsanierung verlassen. Bis zum Jahresende sollen dort noch größere Produktionen gezeigt werden, während kleinere Formate ab Oktober im neuen Anbau an der Tufa stattfinden.

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