Uni Trier setzt im Hochschulpakt auf qualitatives Wachstum
Nachdem die Studierendenzahlen zuletzt anhaltend gestiegen sind, hat die Universität Trier für die kommenden Jahre eine zurückhaltende Prognose erstellt. "Die Vereinbarung mit dem Land beruht auf einer realistischen Einschätzung unserer Wachstumsmöglichkeiten. Wir haben uns für diese Strategie entschieden, weil die großen Fächer bereits stark ausgelastet sind und der für den Hochschulpakt relevante Orientierungswert aus dem Basisjahr 2005 für die Universität Trier sehr ambitioniert ist. Hinzu kommen neue Herausforderungen, die sich insbesondere im Rahmen der Gestaltung des Lehramtsstudiums im geisteswissenschaftlichen Bereich stellen. Wir setzen hier verstärkt auf Qualitätssicherung, neue Konzepte in der Beratung und bessere Betreuungsverhältnisse", erläutert Präsident Michael Jäckel die Strategie der Universität Trier, die mit jährlich 120 zusätzlichen Studienanfängern kalkuliert.
Kleinere Fächer als Besonderheit
"Eine Besonderheit unserer Universität waren immer auch die kleineren Fächer, die im Verbund mit anderen Disziplinen ihren Beitrag zum Gesamtprofil leisten. Ein der jeweiligen Größe entsprechendes Wachstum lässt sich nicht so einfach steuern. Auch Fächer, die viel in die Werbung für die Studiengänge investiert haben, wie etwa die Mathematik, sehen eine konstante Nachfrage, werden aber nicht deutliche Zuwächse erzielen können. Wir setzen konsequent auf qualitatives Wachstum, auch im Bereich Internationalisierung", ergänzt der Präsident.Drei Millionen für Qualität und Lehre
Für die Umsetzung von Programmen in den Bereichen Qualität der Lehre, Frauenförderung und Erhöhung der Durchlässigkeit von akademischer und beruflicher Bildung erhält die Universität Trier 3,2 Millionen Euro. Mit diesen Mitteln wird ein Projekt zur Verbesserung der Qualität in der Lehre realisiert. Es soll die Rahmenbedingungen für Studium und Lehre verbessern, eine intensivere individuelle Beratung und Betreuung der Studierenden ermöglichen, die Studienqualität steigern und somit dazu beitragen, die Zahl der Studienabbrecher zu senken. Das Projekt soll auch dazu beitragen, den Übergang von der Schule in die Universität zu erleichtern. Zudem soll das Angebot studienvorbereitender und -begleitender Maßnahmen, wie Sprachkurse, erweitert und die Einbindung digitaler Innovationen in die Lehre forciert werden.Frauen in der Wissenschaft
Nach wie vor sind Frauen an Hochschulen in Führungspositionen unterrepräsentiert. Daher verfolgt die Universität Trier in der Programmlinie "Teilhabe von Frauen in der Wissenschaft" das Ziel, Frauen durch Mentoring-Angebote aktiv auf dem Karriereweg in der Wissenschaft zu unterstützen. Dass man auch ohne Abitur erfolgreich studieren kann, dafür will die Universität Trier in einem Projekt die Öffentlichkeit sensibilisieren und über Möglichkeiten des lebenslangen Lernens an der Hochschule informieren. Eine engere Vernetzung von Universität und Berufspraxis soll auch dazu beitragen, die Berufsorientierung im Studium zu verbessern. Foto: Symbolbild/Archiv
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