Claudia Neumann

Wenn Äste blau werden und Fäden Geschichten erzählen

Trier. Die Ausstellung „Zwischenspiel(e)“ in der Galerie Netzwerk zeigt Arbeiten von Ursel und Ben Hirtz. Noch bis Samstag, 3. Oktober, sind die ungewöhnlichen Werke zu sehen.

Bild: Galerie

Kunst aus Ästen, Felsen und Laub trifft auf fragile Arbeiten aus Fäden: In der Galerie Netzwerk in Trier ist derzeit die Ausstellung „Zwischenspiel(e)“ von Ursel und Ben Hirtz zu sehen. Die beiden Künstler bewegen sich mit ihren Arbeiten abseits gängiger Kategorien des Kunstbetriebs.

Kunst aus der Natur

Ben Hirtz arbeitet mit Materialien, die er in der Natur vorfindet. Umgefallene Bäume, Äste, Felsen, Steine oder Laub werden nur minimal bearbeitet. So können beispielsweise Äste in hellem Himmelblau erstrahlen. Die Arbeiten entstehen normalerweise direkt in Landschaften, Wäldern oder Steinbrüchen und bleiben anschließend an ihrem Entstehungsort, wo sie altern und sich bis zum Verfall verändern.

Für „Zwischenspiel(e)“ hat Hirtz seine Arbeiten dagegen speziell für die Räume der Galerie angefertigt.

Fragile Werke aus Fäden

Ursel Hirtz arbeitet mit Fäden und unterschiedlichen Materialien wie Wolle, Filz, Kunstseide oder Metall. Ihre Werke sind fragil, flüchtig und skizzenhaft. Im Mittelpunkt stehen Verwandlung und Vergänglichkeit.

Bei der Vernissage am 18. September führten die beiden Künstler die Besucher durch die drei Räume der Galerie und erläuterten ihre Arbeiten.

Die Ausstellung „Zwischenspiel(e)“ ist noch bis Samstag, 3. Oktober, zu sehen. Geöffnet ist die Galerie donnerstags, freitags und samstags von 15 bis 19 Uhr.