Hochschule Trier erhält Promotionsrecht
Die Hochschule Trier wird künftig Promotionsverfahren eigenständig im Rahmen hochschulübergreifender Promotionscluster begleiten. Das hat das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz bekannt gegeben. Die Hochschule ist an allen drei landesweiten Promotionsclustern beteiligt und übernimmt im Cluster Angewandte Informatik die federführende Koordination.
Mit der Entscheidung des Landes erhalten forschungsstarke Hochschulen für angewandte Wissenschaften erstmals das Recht, den akademischen Grad eines Doktors zu verleihen. In Rheinland-Pfalz wird das Promotionsrecht clusterbasiert vergeben. Mehrere Hochschulen bündeln dabei ihre Forschungsstärken in thematischen Verbünden, eine Hochschule übernimmt jeweils die koordinierende Funktion.
Beteiligung an allen drei Promotionsclustern
Die Hochschule Trier ist in allen drei bewilligten Promotionsclustern vertreten. Die Promovierenden forschen dort an zentralen Zukunftsthemen für Rheinland-Pfalz. Im Cluster Angewandte Informatik, das von der Hochschule Trier koordiniert wird, stehen unter anderem Künstliche Intelligenz und Digitalisierung im Mittelpunkt. Die beiden weiteren Cluster befassen sich mit Medical and Environmental Life Sciences sowie mit Nachhaltiger Technik und Naturwissenschaften.
Damit ist die Hochschule Trier landesweit in allen thematischen Promotionsverbünden präsent und bringt ihre Expertise in unterschiedliche Forschungsfelder ein.
Koordination im Cluster Angewandte Informatik
Im Promotionscluster Angewandte Informatik verantwortet die Hochschule Trier die strategische Weiterentwicklung, die Abstimmung gemeinsamer Strukturen sowie die Qualitätssicherung der Promotionsverfahren. Ziel ist es, verlässliche und transparente Rahmenbedingungen für strukturierte Promotionen zu schaffen und die Kooperation der beteiligten Hochschulen sowie weiterer Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Industrie zu stärken.
Die Präsidentin der Hochschule Trier, Dorit Schumann, bezeichnet das Promotionsrecht als Ergebnis eines langfristigen strategischen Aufbaus und als Bestätigung der Forschungsstärke und wissenschaftlichen Qualität an der Hochschule.
Forschungsstärke und Betreuung des wissenschaftlichen Nachwuchses
Die Hochschule Trier verfügt über eine gewachsene Struktur in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. In den vergangenen Jahren lagen die eingeworbenen Drittmittel bei rund 17 Millionen Euro. Aktuell werden etwa 80 kooperative Promotionsvorhaben betreut.
Der Vizepräsident für Forschung, Henrik te Heesen, verweist darauf, dass die Hochschule Trier in allen Promotionsclustern vertreten ist und ihre Forschungsstärken in die landesweiten Verbünde einbringt. Mit dem Promotionsrecht könne die Hochschule Promotionsverfahren nun selbst begleiten.
Clusterstruktur mit dauerhaftem Promotionsrecht
Das Land Rheinland-Pfalz vergibt das Promotionsrecht dauerhaft und unterzieht es regelmäßigen Evaluationen. Die Clusterstruktur bündelt Forschungsstärke aus verschiedenen Regionen des Landes, wobei jeweils eine Hochschule als koordinierende Ansprechpartnerin fungiert.
Die Hochschule Trier plant, den Ausbau strukturierter Promotionsbedingungen, transparenter Verfahren und hochschulübergreifender Kooperationen fortzusetzen.



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