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Ein Jahr Altersmedizin am Kreiskrankenhaus

Vor gut einem Jahr hat am Kreiskrankenhaus St. Franziskus Saarburg die Abteilung für Altersmedizin ihre Arbeit aufgenommen. Die Nachfrage vor Ort ist groß. Die mittlerweile 20 Betten sind stets ausgelastet. Ende 2018 wird das Team um Leiter Dr. med. Carl-Friedrich Körner voraussichtlich über 330 Patienten betreut haben.
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Foto: Archiv

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"Wir freuen uns sehr, dass sich unsere Geriatrie in so kurzer Zeit so gut etabliert hat", sind sich Arist Hartjes, Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses St. Franziskus Saarburg, und Dr. med. Carl-Friedrich Körner, Chefarzt der Abteilung für Altersmedizin, einig. "Der Bedarf ist aufgrund der demographischen Entwicklung einfach enorm groß. Deshalb planen wir auch perspektivisch, die Abteilung auf 30 Betten aufzustocken."

Ältere Menschen haben andere Anforderungen

Ältere Menschen, die aufgrund einer Erkrankung oder Verletzung ins Krankenhaus kommen, haben andere Anforderungen und Bedürfnisse als junge: "Zum einen nehmen Erkrankungen im Alter zu. Zum anderen kommen oft verschiedene chronische und akute Krankheitsbilder zusammen", erklärt Dr. Körner. "Darüber hinaus müssen ältere Patienten oft fünf, sechs oder mehr verschiedene Medikamente parallel einnehmen, bei denen die Gefahr besteht, dass sie Wechselwirkungen haben." Hinzu kämen oftmals auch psychologische und soziale Aspekte: "Für die Betroffenen ändert sich oftmals sehr viel auf einmal", weiß der Experte. Gewohnte Abläufe, vor allem aber auch die eigene Beweglichkeit und Selbstbestimmtheit seien auf einen Schlag stark eingeschränkt.

Ganzheitlicher Ansatz

Um diesen Anforderungen bestmöglich gerecht zu werden und die Patienten nicht nur zu heilen, sondern ihnen auch zu einer größtmöglichen Selbständigkeit im Alltag zu verhelfen, bedient sich die Altersmedizin des KreiskrankenhausesSaarburg bei ihrer Arbeit eines ganzheitlichen Ansatzes und eines interdisziplinären Teams. Dieses besteht aus speziell geschulten Ärzten und Pflegekräften aber auch Ergo- und Physiotherapeuten, Logopäden, Psychologen und Sozialdienstmitarbeitern. Auch die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen und den Rehakliniken spiele eine große Rolle. "Ich bin begeistert, wie gut und reibungslos die Zusammenarbeit über die Fachbereiche hinweg funktioniert", so Körner.

Gute Noten von Patienten und Angehörigen

Das spüren auch die Patienten und ihre Angehörigen. Das Team des Kreiskrankenhauses bekommt regelmäßig positives Feedback von den Patienten und auch von deren Angehörigen, die ebenfalls in die Behandlung eingebunden werden. Hervorgehoben wird oft die familiäre Atmosphäre und die  Behandlung. "Ein größeres Lob für unsere Arbeit gibt es gar nicht", freuen sich der Geschäftsführer und sein Chefarzt gleichermaßen. "Wir versprechen auch, dass wir uns nicht auf den Lorbeeren auszuruhen werden, sondern das Lob vielmehr als Ansporn nehmen, uns kontinuierlich weiter zu entwickeln und noch weiter zu verbessern." RED