Miezen gastieren beim BSV Sachsen Zwickau

Trier. Die zweiwöchige Spielpause nach der mit 21:35 verlorenen Saisonpremiere beim TSV Mainz 05 hat Frauenhandball-Zweitligist DJK/MJC Trier genutzt, zu weiterem Grundlagentraining und in den vergangnen Tagen zur gezielten Vorbereitung auf den kommenden Gegner Zwickau genutzt. Am Samstag (22. September, 17 Uhr, Sporthalle Neuplanitz) gastieren die Miezen in ihrem zweiten Saisonspiel beim BSV Sachsen, der nach zwei Spieltagen ein ausgeglichenes Punktekonto aufweist.

Zum Auftakt hatte das Team des neuen Zwickauer Trainers Rüdiger Bones den Aufsteiger HSG Gedern/Nidda zuhause mit 33:28 geschlagen, eine Woche später kassierten die Sächsinnen in Herrenberg eine 22:30-Niederlage. Rückschlüsse auf die aktuelle Leistungsstärke lassen beide Spiele aber noch nicht zu, dazu ist die Saison noch zu frisch. Eines lässt sich aber festhalten: Coach Bones verfügt über einen eingespielten Kader. Während der Club alle Leistungsträgerinnen halten konnte und ohnehin nur vier Spielerinnen abgeben musste, bestand auch wenig Bedarf für Neuverpflichtungen.

Unter den zwei Zugängen ragt Rückraumspielerin Julia Redder heraus, die bisher für den siebenfachen deutschen Meister Thüringer HC aktiv war. Redder, die bisher schon elf Tore erzielte, konnte sich in den ersten Wochen ebenso auszeichnen wie Linksaußen Jenny Choinowski, die schon 15 Mal erfolgreich war und Linkshänderin Katarina Pavlovic, die bisher 13 Mal ins Schwarze getroffen hat. Dieses Trio hat Miezen-Trainerin Elena Vereschako natürlich bei der Entwicklung ihrer Taktik auf dem Schirm. Ihr ist natürlich auch nicht verborgen geblieben, dass ihr Team auf einen eingespielten Gegner trifft: "Man merkt Zwickau in vielen Situationen an, dass sie sich fast blind verstehen. Das ist sicher ein Nachteil für uns. In Herrenberg hat man aber auch sehen können, dass es wirksame Mittel gegen dieses Kollektiv gibt." Ohne sich zu sehr in die Karten schauen zu lassen, verrät sie nur so viel: "Wir dürfen den Kopf nicht einziehen, sondern müssen dagegen halten. Außerdem gilt es, den Rückraum des BSV in seiner Entfaltung einzuengen."

"Vielleicht unterschätzen sie uns auch etwas", hofft Vereschako, die nach wie vor mit einem knappen Kader auskommen muss. Nicht nur, dass Dora Simon-Varga weiterhin wegen großen Trainingsrückstands nicht einsatzfähig ist. Andrea Czanik konnte wegen einer Grippe einige Tage nicht trainieren – ob sie spielen kann, wird sich vielleicht erst am Samstag entscheiden. Wenig trainieren konnte auch Torfrau Melanie Eckelt, die aus beruflichen Gründen einige Einheiten versäumte. Dennoch treten die Miezen die rund 550 Kilometer lange Reise nach Zwickau zuversichtlich an. "Die Mannschaft zieht gut mit", so Vereschako, die ihren Schützlingen wegen des vorbildlichen Engagements ein Extralob verpasste hat. Ein weiteres Lob nach dem Auftritt in Zwickau ist die Zielsetzung.

RED

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