Miezen geben nach Sieg in Lintfort die Rote Laterne ab

Trier. Gelungener Auftakt für den Frauenhandball-Zweitligisten DJK/MJC Trier ins neue Jahr. Die Miezen gewannen das "Vier-Punkte-Spiel" beim TuS Lintfort nach einer starken kämpferischen Leistung hoch verdient mit 27:26 (15:11), gaben die Rote Laterne ab und stellten den Anschluss ans untere Mittelfeld her.

Trainerin Elena Vereschako war voll des Lobes über ihr Team, das sich als geschlossene Einheit präsentierte: "Wir haben die erste Halbzeit auch spielerisch überzeugt und das Spiel dominiert. Nach dem Seitenwechsel waren wir fast ständig in Unterzahl, haben aber taktisch und kämpferisch überragend agiert." Fast wäre die Partie, in der die Miezen teilweise mit sechs Toren vorne lagen noch gekippt. Weil es ein seltsames Missverhältnis bei der Bewertung von Zweikämpfen gab, kam es noch zu einem Herzschlagfinale. Das unerfahrene Schiedsrichterduo – es gehört dem DHB-Perspektivkader an – verhängte sechs Zeitstrafen gegen die Miezen, gegen die Gastgeber keine einzige. 

Kräfteraubende Unterzahl

Die häufige Unterzahl wirkte sich natürlich kräfteraubend aus. So wurde in der 2. Halbzeit aus einem Vier-Tore-Vorsprung (18:14/37.) innerhalb kurzer Zeit eine Partie, die bis zum Schlusspfiff auf des Messers Schneide stand. Nachdem Lintfort den Anschluss geschafft hatte (18:17/40.) versuchte der TuS alles, um doch noch zwei Punkte zu erringen. "In den letzten Minuten haben sie es sogar mit offener Manndeckung versucht", so Vereschako, "aber wir haben uns kaum Fehler erlaubt und haben das Spiel langsam gemacht. Das hat sich am Ende auch ausbezahlt."

Mentale Stärke und volle Konzentration

Kurz vor Ablauf der Uhr hatten die Gäste die letzte knifflige Situation zu bewältigen. 47 Sekunden vor Schluss lag Trier scheinbar entscheidend mit 27:24 vorne. Lintfort verkürzte auf 27:25, Maja Zrnec kassierte eine Zwei-Minuten-Strafe, 14 Sekunden vor Schluss warf Becky Nijf das 27:26. "Mit mentaler Stärke und voller Konzentration haben wir den Vorsprung über die Zeit gebracht", bilanzierte Vereschako, die sich über die Unterstützung einiger Fans aus Trier ebenso freute wie über den Besuch des Ehepaars Wolfgang und Christiane Rommel, die sie und das Team vor Ort unterstützten. 

Souveräne Vorstellung

In der ersten Halbzeit hatten die Miezen eine souveräne Vorstellung geboten und sich mit der bärenstarken Melanie Eckelt zwischen den Pfosten – sie wehrte 50 Prozent aller Würfe ab – nach dem 6:6 (11.) bis auf 13:7 absetzen konnte. Schwierig wurde es dann erstmals kurz vor dem Halbzeitpfiff, als gegen Andrea Czanik (29.) und Vesna Tolic (30.) die ersten Zeitstrafen verhängt wurden, vor allem aber dann kurz nach dem Seitenwechsel. Nachdem Czanik bereits in der 34. Minute zum zweiten Mal für zwei Minuten auf die Bank musste, kam sie nur noch dosiert zum Einsatz, um keinen Totalausschluss zu riskieren. Aber all das konnte die Miezen an diesem Tag nicht stoppen, die verdient den ersten Auswärtssieg der Saison feiern konnten.

Das nächste Spiel bestreiten die Miezen am Freitag, 11. Januar, (19.30 Uhr, Arena Trier) gegen die HSG Gedern/Nidda.

Statistik

DJK/MJC Trier: Melanie Eckelt, Aleksandra Baranowska (ab der 45. Minute)  – Angela Petrovska, Hannah Sattler (2), Dovile Ilciukaite (1), Linsey Houben (7/5) , Andrea Czanik (4), Vesna Tolic (4), Gabriella Szabo (2), Maja Zrnec (3), Dora Simon-Varga (4).

Lintfort (beste Werferinnen): Loes Vandewal (8/6) und Eva Legermann (4).

Schiedsrichter: Alexander Scheller/Niklas Walther

Zuschauer: 481

RED

 

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