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Spieler des SV Leiwen-Köwerich stehen unter Beschuss

Der Jubel beim SV Leiwen-Köwerich nach dem 2:1 im Entscheidungsspiel um den Meistertitel in der Fußball-Bezirksliga gegen den SV Dörbach und den Aufstieg in die Rheinlandliga ist relativ schnell verhallt. Ein Schmähvideo im Internet sorgte für viel Ärger. Der Wochenspiegel sprach mit dem Vorsitzenden Werner Jostock.
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So feierten die Leiwener und Köwericher den 2:1-Sieg vor 2000 Zuschauern an Fronleichnam in Wittlich gegen den SV Eintracht 66 Dörbach. 	           Foto: Andreas Arens

So feierten die Leiwener und Köwericher den 2:1-Sieg vor 2000 Zuschauern an Fronleichnam in Wittlich gegen den SV Eintracht 66 Dörbach. Foto: Andreas Arens


Was waren für Sie die Gründe für den Aufstieg? Was hat das Team ausgezeichnet?
Ein Mal auf jeden Fall, dass wir seit zwei Jahren mit fast dergleichen Mannschaft spielen uns vor dieser Saison punktuell verstärken konnten und auch unseren Trainer Helmut Freischmidt in Ruhe arbeiten ließen. Die ist eine Einheit geworden, die auch nach Niederlagen Stärke gezeigt hat und so die nötigen Punkte geholt hat. Am Ende im Entscheidungsspiel hatten wir halt auch das Quäntchen Glück...

Was muss in der Rheinlandliga noch besser laufen?
Hier müssen wir noch laufstärker werden, konditionell gut aufgebaut sein für die lange Saison. Natürlich muss die Defensive wie in diesem Jahr stimmen, im Sturm müssen anders wie in diesem Jahr die Torchancen effektiver genutzt werden.
 
Das Endspiel von Wittlich im Rückblick: Wie fatal wäre es gewesen, wenn Ihre Mannschaft auch den dritten Matchball vergeben hätte und nach neun Jahren weiter auf die Rückkehr in die Rheinlandliga hätte warten müssen?
Für den Verein wäre es nicht fatal gewesen, wenn wir dieses Spiel nicht gewonnen hätten. Wir hätten uns in dem Fall für eine weitere Bezirksligasaison aufgestellt und die Saison genauso angenommen, wie die jetzt zu Ende gegangene.

Wie sehen die personellen Planungen aus. Dass Timo Toppmöller aufhört, stand ja bereits länger fest.
Hier sind wir mit unseren, als auch mit externen Spielern in guten Gesprächen, aktuell gibt es noch nichts Spruchreifes.

Welchen Anteil hat Trainer Helmut Freischmidt am Erfolg?
Einen nicht zu unterschätzenden! Er hat aus einer Mannschaft, die vor zwei Jahren fast in die A-Liga abgestiegen ist, ein Team geformt, das zusammenhält –  nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben. Natürlich muss man hier auch die gute Arbeit unseres Betreuers Hans Link, der Helmut bei den meisten Trainingseinheiten und Spielen unterstützt hat, sowie die unseres sportlichen Leiters Bernd Thomas, der Helmut nach außen hin den Rücken frei hält, nennen.

Einige Spieler des SVLK haben bei den Feiern mit dem Schmähvideo, das Dörbacher Spieler und deren -frauen verunglimpft über das Ziel hinausgeschossen. Was sind die Konsequenzen seitens des Vereins?
Hierzu werden wir derzeit keine Aussage treffen. Dies wird erst mal mit den betroffenen Spielern kommuniziert. Die Konsequenzen hierzu werden den Spielern mitgeteilt und werden von Vereinsseite nicht weitergegeben.
Interview: Andreas Arens Dazu die Pressemitteilung des Fußballverbandes Rheinland vom 31. Mai:

Einleitung eines sportgerichtlichen Verfahrens möglich

 

 

 Bezüglich des kurzzeitig veröffentlichten Handyvideos, auf dem Spieler des SV Leiwen-Köwerich beleidigende Äußerungen gegenüber Spielern und Spielerfrauen des SV Dörbach tätigen, teilt der Fußballverband Rheinland mit, dass der Verbandsrechtswart aufgrund der bislang vorliegenden Erkenntnisse den Vorsitzenden des Verbandsgerichts gebeten hat, die Einleitung eines sportgerichtlichen Verfahrens gegen die am Video beteiligten Spieler zu prüfen.


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