Andrea Fischer

Züsch hofft auf Zuschüsse für Machbarkeitsstudie Nahwärme

Wenn im kommenden Jahr die Ortsdurchfahrt von Züsch ausgebaut wird, könnten auch Leitungen für eine Nahwärmeversorgung verlegt werden. Zuvor will die Ortsgemeinde aber deren Wirtschaftlichkeit ermitteln lassen, wofür eine Machbarkeitsstudie geplant ist. Von den Kosten müsste Züsch eventuell nur fünf Prozent selbst bezahlen.
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Ein Nahwärmenetz könnte in Züsch mit Hackschnitzeln von Holz aus dem Gemeindewald betrieben werden. Im Bild Ortsbürgermeister Hermann Bernardy (rechts) und Ratsmitglied Ulrich Frohn. Foto: Schmieder

Ein Nahwärmenetz könnte in Züsch mit Hackschnitzeln von Holz aus dem Gemeindewald betrieben werden. Im Bild Ortsbürgermeister Hermann Bernardy (rechts) und Ratsmitglied Ulrich Frohn. Foto: Schmieder

Die Stadt Hermeskeil und die Ortsgemeinde Reinsfeld gingen zielstrebig voran. Nun wird auch in Züsch in Erwägung gezogen, eine Nahwärmeversorgung zu realisieren. Im Zuge des für 2018 vorgesehenen Ausbaus der kompletten Ortsdurchfahrt, der Landesstraße 166, bietet sich das geradezu an. Doch der Gemeinderat will das Projekt nicht unüberlegt anpacken. Ein solches Vorhaben müsse „sauber, offen und ehrlich“ geprüft und vorbereitet werden, betont Ortsbürgermeister Hermann Bernardy. Daher sind nun im ersten Schritt, wie kürzlich vom Rat beschlossen, Zuschussanträge für eine Machbarkeitsstudie auf den Weg gebracht. Sie soll ermitteln, ob sich Nahwärme rechnen würde für Züsch. Sollten den Anträgen stattgegeben werden, wären die Kosten für die Studie, immerhin etwa 41 300 Euro, bezahlbar. Bis zu 65 Prozent könnten als Zuschuss der KfW-Förderbank fließen und maximal 30 Prozent vom Land. Die Gemeinde müsste dann nur fünf Prozent übernehmen, wobei ehrenamtliche Leistungen mit eingerechnet werden.

Parallel dazu will eine Gruppe von Bürgern um Ratsmitglied Ulrich Frohn von Haus zu Haus gehen, um Anwohner umfassend zu informieren. Denn ein Nahwärmenetz braucht in erster Linie Eigentümer, die sich dafür interessieren und das für die eigenen vier Wände nutzen möchten. Die zusätzlich erforderlichen Arbeiten wären vom Aufwand her vertretbar. Denn mit der Fahrbahn sollen Kanal- und teils auch Trinkwasserleitungen erneuert werden, sodass ohnehin gebaggert werden muss.

Urs