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Heftiger Widerstand: Mann bedroht Polizisten mit Beil

VG Konz. Ein 49-jähriger Mann aus dem Landkreis Trier-Saarburg hat am 11. Oktober einen Polizisten mit einem Beil bedroht. Zuvor war der Mann in einem Rettungswagen behandelt wurden. Die Besonnenheit des Polizisten verhinderte Eskalation der Lage.

Ein Zeuge informierte gegen 18.25 Uhr die Polizei über einen vermeintlich bewusstlosen Fahrradfahrer am Kreisel an der Einmündung Könener- und Rudolf-Diesel-Straße. Unklar war, ob der Mann einen Unfall erlitten hatte. Beim Eintreffen der Streife der Polizeiwache Konz wurde der Mann bereits in einem Rettungswagen des DRK behandelt. Es stellte sich heraus, dass sich der 49-Jährige stark betrunken zum Schlafen auf den Kreisel gelegt hatte. Das wiederum hatte bei anderen Verkehrsteilnehmern Sorge ausgelöst. Ein Unfall konnte schnell ausgeschlossen werden. Im Rettungswagen wurde der polizeibekannte Mann zunächst behandelt und sollte auf eigenen Wunsch in ein Krankenhaus gebracht werden, weshalb die Polizei ihren Einsatz als beendet ansah und abrückte.

Polizisten mit Beil bedroht

Wenige Minuten später forderte die Besatzung des Rettungswagens erneut die Polizei an. Der Mann sei unvermittelt aufgesprungen, habe ein Beil aus seinem Rucksack gezogen und sei aus dem Fahrzeug gesprungen. Die Polizei entdeckte den Mann schließlich auf der Rasenfläche eines nahen Discounters. Er hielt eine Schnapsflasche und das Beil hoch in den Händen. Als ein Polizist mit gezogener Dienstwaffe zu ihm trat und ihn aufforderte, die Gegenstände abzulegen, bedrohte der Betrunkene den Beamten aus einer Entfernung von wenigen Metern mit dem Beil. Er forderte den Polizisten dabei mehrfach zum Schießen auf. Erst nach widerholten Aufforderungen, die Gegenstände abzulegen, und nach letztmaliger Androhung des Polizisten von der Schusswaffe Gebrauch zu machen,  reagierte der 49-Jährige, warf das Beil und die Flasche weg und legte sich auf den Boden. Hier konnte er schließlich fixiert und gefesselt werden.

Mann in Psychiatrie eingeliefert

Der 49-Jährige wurde in die Psychiatrie eines Trierer Krankenhauses eingeliefert. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und versuchter gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

RED

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