Hartherzige Herzstädter

Heidelberger Basketballer schenken Trierern nichts:

Stadt Trier.  Das elfte Heimspiel zu gewinnen, war für die Gladiators schwer möglich, ohne auch beim wichtigen Direktvergleich gegen Heidelberg abschließend die Nase vorn zu haben: In der Stadt, wo angeblich so viele Herzen verlorengegangen sind, hatten die Trierer ja nur mit 80:82 verloren. Die Revanche und der vierte Heimsieg in Folge gelangen per 70:66.

Von Bernd Schneider     

Apropos Herzen: Das jeweils große grüne Herz auf den Videowalls der Trierer Arena dekoriert einen der gelungensten Pausenfüller der letzten Jahre: Die mit der 61 Jahre alten "Unchained Melody" akustisch perfekt begleitete und von Hallensprecher Christian Schmidt jeweils optimal kommentierte Kiss Cam. Sie findet immer ihr Publikum und ist eine verlässliche Anstifterin zur Heiterkeit. Nicht weniger unterhaltsam, aber weniger lustig, war's wie immer beim Haupt-Ereignis: Die Heidelberger erwiesen sich  erwartungsgemäß im sportlichen Sinne als hartherzig und wollten verständlicherweise vermeiden, dass beide Teams das mittlere Saison- Drittel (von eventuellen Playoff-Spielen abgesehen) mit ausgeglichenen Konten abschlossen. Dass es doch zu beiderseits 20:20 Tabellenpunkten kam, lag auch an Kwadzo Ahelegbe: Die Verlängerung seines Vertrages bis zum Saison-Ende schadete der sportlichen Qualität der Mannschaft und des 27-jährigen Spiellenkers natürlich nicht gerade. Er überzeugte (wie Dwayne Evans, Brandon Spearman und Kevin Smit) einmal mehr. Ganz im Gegensatz zu Simon Schmitz. Dessen Heimpremiere bezeichnete Trainer Marco van den Berg sogar unumwunden als "schlecht". Verlierer-Coach Branislav Ignjatovic, der sich auch mit einigen der 2107 Zuschauer (zweithöchste Zahl) anlegte, verstieg sich zu einer Schelte: So etwas wie diesmal im letzten Viertel habe er lange nicht erlebt - und meinte damit die Schiedsrichter-Leistung.

Verfehlte Aussage

Da darf ergänzt werden: Solch eine verfehlte Aussage hat der Presseraum der Trierer Arena lange nicht erlebt. Letzteres galt auch für die Anzahl der Führungswechsel: sage und schreibe 14. Die Gladiators-Fans mussten also ganz schön viel zittern, bis der vierte Heimsieg in Folge und das  wichtige Sprungbrett zur oberen Tabellenhälfte gesichert waren.  Den Grund dafür bildete eine ungewöhnliche Inkonstanz des Gladiators-Teams, das deswegen so manche Schwächephase durchlebte.  Kein Wunder, dass van den Berg beim Blick in die nächste Zukunft konstatierte: "Gegen Gotha müssen wir unbedingt besser spielen."

Die erfolgreichsten fünf Gladiators-Korbschützen nach 20 Spielen:  Evans 304,  Spearman 274,  Smit 161,  Anderson 105,  Breiling 94.                   

Fan siegte mit 4:9                                     


Beim ersten Tipp-Duell siegte der Traben-Trarbacher Fan Ingo Boor ("82:74") gegen Gladiators- Pressesprecher Stefan Kölbel ("85:72") mit also 4:9 Abweichungen von der realen Differenz. Die Prognosen zum Gladiators-Heimspiel am Fastnachtssamstag (6. Februar), das auf 18 Uhr vorverlegt wurde: Fan Alexander Schmoll aus Trier "79:71" / Kölbel "80:79". Zu den Auswärtsspielen finden keine Tipp-Duelle statt.

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