Miezen erleben Pokal-Desaster - Vallet überraschend dabei

Stadt Trier. Der Start ging gründlich daneben: In der ersten Runde des DHB-Pokals unterlagen die Trierer Miezen bei Zweitligakonkurrent TV Beyeröhde klar mit 24:32 (10:15). Sowohl MJC-Vorstand Jürgen Brech, als auch Trainerin Daniela Filip haderten mit der Einstellung der Mannschaft. Beste Werferin war Neuzugang Joline Müller mit elf Treffern. Unterdessen feierte Mégane Vallet überraschenderweise ihr Comeback.

"Es war hoffentlich ein Warnschuss zur rechten Zeit", so MJC-Vorstand Jürgen Brechs kurzer und knapper Kommentar nach Spielende. Im ersten Pflichtspiel der Saison 2015/2016 konnten die Miezen nicht annähernd an die Leistung aus den Vorbereitungsspielen anknüpfen und unterlagen Ligakonkurrent TV Beyeröhde auch in der Höhe verdient mit 24:32 (10:15). Trainerin Daniela Filip prangerte vor allem die passive Spielweise ihrer Mannschaft an: "Wir haben weder im Angriff, noch in der Defensive die richtige Einstellung gefunden. Uns haben Biss und Aggressivität gefehlt."

Kleiner Kader keine Ausrede

Auch den kleinen Kader wollte Filip nicht als Ausrede gelten lassen, mussten die Moselanerinnen im Wuppertaler Stadtteil doch auf Andrea Czanik, Jana Kordel und Hannah Sattler verzichten. Dafür feierte Mégane Vallet ein kurzfristiges Comeback, erklärte sich bereit in der angespannten Personalsituation auszuhelfen. Die Französin machte allerdings deutlich, "dass die Partie eine Ausnahme war und weitere Einsätze nicht zur Debatte stehen". Geholfen hat auch der Einsatz von Vallet wenig, weil der Bundesliga-Absteiger von Beginn an im Hintertreffen lag: 0:3 (4.), 3:6 (10.), 5:10 (17.) hießen die Stationen, in denen Filip versuchte mit einer frühen Auszeit (8.) die Mannschaft neu einzustellen. An diesem Abend lief allerdings nicht viel zusammen, vor allem die Defensive offenbarte immer wieder Lücken, die vor allem Mandy Münch (elf Tore) zu nutzen wusste. Lediglich beim 9:11 (22.) waren die Moselstädterinnen dran, versäumten es allerdings den Rückstand durch "schlechte Chancenverwertung und eine Vielzahl technischer Fehler" weiter zu verkürzen. Zudem brachten zwei Zeitstrafen gegen Müller und Vallet die Miezen erneut ins Hintertreffen. Beim 10:15 aus Trierer Sicht wurden die Seiten gewechselt. Einen Rückstand, den man bis zum Ende der Begegnung hinterherlief.

Müller mit elf Treffern beste Schützin

Durch einen Doppelpack von Neuzugang Joline Müller - mit elf Treffern beste Werferin ihrer Farben - kam man zwar nochmal auf 15:18 (37.) heran, allerdings hatte auch dieses Strohfeuer nur kurz Bestand. Es klappte nicht viel in diesem ersten Pflichtspiel der Saison, in der Filip feststellen musste, "dass ihr Team mit einer unglaublichen Nervosität agierte." Bis zum ersten Ligaspiel am kommenden Samstag bei Aufstiegsfavorit Neckarsulm (18 Uhr) ist eine Leistungssteigerung notwendig.... Stenogramm: Jessica Kockler, Henriette Leicher; Caroline Thomas (4), Linsey Houben (4), Megane Vallet (1), Judith Derbach (2), Joline Müller (11), Lucia Weibelova (2), Tina Welter Beste Werferinnen Beyeröhde: Mandy Münch (11), Sandra Münch, Michelle Stefes (jeweils 4) Spielfilm: 0:3 (4.), 3:6 (10.), 5:10 (17.), 9:11 (22.), 10:15 (30.), 14:18 (36.), 16:23 (45.), 20:26 (49.), 24:32 (60.) Quelle: www.mjc-trier.de

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