Stefanie Baumann

MAN Wittlich: Verträge unter Dach und Fach

Die IG Metall Trier teilt mit, dass zehn Monate nach dem bundesweiten Zukunftstarifvertrag für MAN, gestern das Verhandlungsergebnis und die Betriebsvereinbarung, die diese Regelungen für den Standort konkretisiert, endlich unterzeichnet ist. Die Tarifverträge haben eine Laufzeit bis 2031.
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Viele Menschen hatten sich für den Erhalt des MAN-Standortes in Wittlich eingesetzt. Im Bild: Bürgermeister Joachim Rodenkirch im Gespräch mit dem Betriebsrat des MAN Truck Modification Centers Wittlich im vergangenen Jahr.

Viele Menschen hatten sich für den Erhalt des MAN-Standortes in Wittlich eingesetzt. Im Bild: Bürgermeister Joachim Rodenkirch im Gespräch mit dem Betriebsrat des MAN Truck Modification Centers Wittlich im vergangenen Jahr.

Foto: Archiv/Betriebsrat MAN

"Im bundesweiten Tarifvertrag wurden vor allem die Standortgarantien, der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen, großzügige Altersteilzeit- und Abfindungsregelungen, sowie Mitgliederbonuszahlungen vereinbart, aber auch schmerzhafte Einschnitte, wie der Verkauf der Werke im sächsischen Plauen oder dem österreichischen Steyr", so der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Trier, Christian Z. Schmitz.
"Was wir vor Ort jetzt nach zähen und langen Verhandlungen konkretisiert haben, ist, dieses Gerippe mit Leben zu füllen. Wir haben also ein Leitbild für den Standort Wittlich tarifiert, damit hinter dem Beschluss zum Standorterhalt auch eine langfristige Erfolgsgeschichte und eine Aufgabe steht. Dazu gehört auch das Bekenntnis zur Bedeutung und überbedarflichen Ausbildung", so Schmitz weiter. Die IG Metall Trier weist daraufhin, dass gestern auch eine Betriebsvereinbarung zum Interessenausgleich abgeschlossen wurde, die alle Regelungslücken schließe. Im Anschluss an die gestrigen Verhandlungen und Unterzeichnungen der Verträge fand eine Betriebsversammlung statt, in der die Belegschaft die Inhalte der Regelungen erläutert bekam.
"Der Erhalt dieses Werkes ist ein Beleg, dass nicht immer alles verloren ist und sich kämpfen lohnt. Diese Belegschaft kann sehr stolz auf sich und seinen Betriebsrat sein und dankbar gegenüber der Unterstützung des Gesamtbetriebsrates und der Landesregierung und letztlich auch Teilen des Arbeitgebers, die sich Mühe gaben mit uns Ideen für eine Weiterführung zu entwickeln. Die IG Metall hat auf allen Ebenen zusammengearbeitet, um an den richtigen Stellen Druck zu machen, aber ohne die Bereitschaft zum Konflikt in der Belegschaft, wäre alles verloren gewesen. Es ist der Erfolg Vieler und wir sind erleichtert, dass es weitergeht", so Schmitz abschließend.