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So geht Klimaschutz in der Region

Im Landkreis Bernkastel-Wittlich finden sich viele kleine und große Projekte zum Umwelt- und Klimaschutz. Das hier sind einige davon ...
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 Klimaschutz beschäftigt die Gesellschaft wie kaum ein anderes Thema. Ein Blick auf die  Verbandsgemeinde (VG) Bernkastel-Kues, die zugehörige Stadt sowie auf Traben-Trarbach zeigt, dass es im Bereich Klimaschutz und Energiemanagements schon vielfältige Innovationen gibt. Eine davon ist die Anschaffung von Elektro-Fahrzeugen in der VG Bernkastel-Kues. »Im technischen Betriebsbereich der Verbandsgemeindewerke wurde im Jahr 2020 das erste E-Fahrzeug angeschafft«, erzählt Pressesprecher Patrick Klippel von der VG. »Ebenso wurde bereits für den Betriebsbereich des Wasserwerkes für dieses Jahr ein weiteren E-Fahrzeug bestellt«. Die Resonanz der Mitarbeiter sei dabei durchweg positiv.Ein weiteres E-Auto steht dem Bauhof zu Verfügung, sagt Wolfgang Port, Bürgermeister von Bernkastel-Kues. »In Kürze werden jetzt noch sechs Ladesäulen für E-Autos in die Stadt kommen. Und außerdem planen wir ein Parkhaus für Elektrofahrzeuge.« Auch E-Bikes werden genutzt. Neben der Tourist-Information von Bernkastel-Kues stehen den Mitarbeitern der Kernverwaltung der VG für Termine zwei Räder zur Verfügung.

Große Projekte für den Klimaschutz

Eines der größeren Projekte in der VG Bernkastel-Kues ist der Ausbau an Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen). »Es werden derzeit 16 PV-Anlagen von den Verbandsgemeindewerken mit einer Anlagengröße von 428 kWp betrieben und 14 PV-Anlage wurden in diversen Ortsgemeinden unserer Verbandsgemeinde errichtet«, so Klippel.
Auch in Sachen Windenergie tut sich etwas:  »Im Bereich der Verbandsgemeinde stehen derzeit 29 Windenergieanlagen (WEA) und sechs weitere befinden sich noch in der Planung, im Genehmigungsverfahren bzw. im Bau.
Großes Thema in der VG sind auch die Energiekonzepte. »Seit dem Jahr 2017 wurden u.a. in den Ortsgemeinden Longkamp, Monzelfeld und Veldenz sog. integrierte energetische Quartierskonzepte‘ erstellt«, sagt Klippel. Das Ziel dieser Konzepte sei es, herauszufinden wie man CO2 reduzieren kann, die Energieffizienz erhöhen und erneuerbare Energien integrieren könne. Auf dieser Grundlage sollen dann »konkrete Handlungsvorschläge und Maßnahmen zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Effizienz im Bereich Infrastruktur sowie Gebäudeversorgung und -sanierung entwickelt werden.«

Klimapaten helfen Gemeinden

Es sind aber nicht nur die Städte und Gemeinden, die sich engagieren, sondern auch Vereine, Initiativen und Ehrenamtliche.  Zu ihnen gehören Sarah Haussmann und Maximilian Kinn. Sie beteiligen sich in Traben-Trarbach bei »KlikK aktiv« (Klimaschutz in kleinen Kommunen durch ehrenamtliche Klimaschutzpaten) von der Energieagentur Rheinland-Pfalz. Sie helfen Gemeinden Potentiale zum Klimaschutz zu finden.
Erste Erfolge können beide schon vorweisen: »Mein größter Erfolg war, dass ich gemeinsam mit der Universität Trier den Förderantrag für das Projekt Mosel-AdapTiV geschrieben habe. Des Weiteren habe ich, mit der Unterstützung der Energieagentur, einen Workshop zum Thema Klimakochen organisiert und dieses Jahr gemeinsam mit der Grundschule Traben-Trarbach einen Lebensturm gebaut«, erzählt Haussmann.
Auch Maximilian Kinn hat einiges bewegt:  Zu Beginn der Tätigkeit als Klimaschutzpate haben wir einen Erfassungsbogen zur Wärmeversorgung der Stadt Traben-Trarbach verteilt, um den Status Quo zu erfassen. Im Rahmen meines Studiums habe ich ergänzend für den im Stadtteil Wolf befindlichen Bauhof ein Konzept zur Sanierung der Heizungsanlage erstellt. Anschließend habe ich ein Konzept zur Nahwärmeversorgung des Wohngebiets Koppelberg und des angrenzenden Geländes der Caritas erarbeitet«.
Wichtig sei beiden nicht nur die Zusammenarbeit mit den Städten und den Gemeinden, sondern auch, die Bürger auf den Weg zur Klimaneutralität mitzunehmen.

Klimawette und Klimawürfel

Die Stadt Bernkastel-Kues beteiligt sich an der Klimawette. Ziel ist es bis zu 1 Million Tonnen an Co2 einzusparen. Es ist auch möglich nachhaltige Konzepte in der ganzen Welt zu unterstützen. Jeder kann auf der Homepage einsehen, auf welchem Platz sein Heimatort steht. www.dieklimawette.de Vor der Bürgerhalle in Monzelfeld steht seit kurzem der Klima-Würfel der Energieagentur Rheinland-Pfalz.
Anhand der Größe der Klima-Würfels kann man erkennen, wie viel Kohlendioxid jeder Mensch in Deutschland am Tag verursacht. Beispielsweise beim Autofahren, oder auch wenn viel Fleisch gegessen wird.
Was jeder selber tun kann wird auf einer Seite des Klima-Würfels durch Hinweise auf die verschiedensten Aktionen verdeutlicht, die man im Klima-CO2ACH der Energieagentur Rheinland-Pfalz auswählen kann. Weitere Infos dazu: https://www.klimacoach-rlp.de/


(ju)