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Sturmtief Eberhard: 65 Notrufe bei der Wittlicher Polizei

Insgesamt 65 Notrufe verzeichnete die Polizeiinspektion Wittlich am Sonntag wegen umgestürzter Bäume auf verschiedenen Bund, Land, Kreis- und Gemeindestraßen. Der Sturm hinterließ zudem zahlreiche Schäden an der Stromversorgung. Die Auswirkungen waren dabei sogar noch größer als bei „Friederike“ im vergangenen Jahr.
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In der Nachbarstadt Bitburg deckte das Sturmtief "Dragi" ein Teil des Dachs der Stadthalle ab. Foto: SIKO

In der Nachbarstadt Bitburg deckte das Sturmtief "Dragi" ein Teil des Dachs der Stadthalle ab. Foto: SIKO

Die Anzahl der tatsächlich gefallenen Bäume ist dabei nicht zu beziffern. Aufgrund des Sturmtiefs mit teilweise starkem Windbruch mussten die L 46 zwischen Großlittgen und Manderscheid, sowie die L 52 zwischen Wittlich und Hasborn (Grünewaldstecke) vollgesperrt werden. Wie die Polizei mitteilt, bleiben diese Vollsperrungen bis auf Weiteres auch noch bestehen. Bäume stürzen auf Autos Die Beamten mussten Sturm-bzw. witterungsbedingt zu zwei Verkehrsunfällen ausrücken, wobei zwei Menschen verletzt wurden. Eine 28-jährige Frau aus dem Bereich der Verbandsgemeinde Wittlich - Land befuhr die L 141 zwischen Hetzerath und Salmtal, als ein umfallender Baum ihr Fahrzeug traf und die Windschutzscheibe zum Bersten brachte. Glassplitter verletzten dabei die linke Hand der Fahrzeugführerin. Ansonsten unversehrt konnte sie ihrem PKW selbst entsteigen. Der Beifahrer blieb gänzlich unverletzt. Das Fahrzeug musste nachfolgend abgeschleppt werden, weil es nicht mehr fahrbereit war. Einen 59-jährigen Feuerwehrmann auf dem Weg zu seinem Stützpunkt traf es gleichermaßen. Auf der L 46, zwischen Eisenschmitt und Manderscheid, krachte ein Baum auf sein Fahrzeug. Anschließend musste der Mann von Feuerwehrkameraden aus seinem PKW befreit werden. Er war ansprechbar und befindet sich nicht in Lebensgefahr. Rund 35.000 Euro Sachschaden In der Buchenstraße von Wittlich kippte ein Baum gegen ein Wohnhaus und beschädigte dabei das Dach; das Astwerk landete dabei auf ein benachbartes Anwesen. Die Gefahrenstelle wurde von der Feuerwehr routiniert beseitigt. In Sehlem, L 141 und Wittlich, Breslauer Straße fielen zwei Bäume auf geparkte Fahrzeuge. Den durch die Wetterkapriolen entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf ca. 35. 000 Euro. Die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren der Region, den Stützpunkten des Landesbetriebes Mobilität und dem Rettungsdienst funktionierte einwandfrei und reibungslos. Stromausfälle in der Region Zwischenzeitlich waren rund 100.000 Einwohner von Stromausfällen betroffen. Diese konnten aber größtenteils bis zum Abend wieder versorgt werden. Rund 250 Mitarbeiter des innogy-Verteilnetzbetreibers Westnetz waren bis in die Nacht zum Montag im Einsatz, um die Stromversorgung wiederherzustellen. Am Montag gehen die Aufräumarbeiten und Instandsetzungen nun weiter. Insgesamt 280 Einsätze der Westnetz waren nötig, um die Schäden zu beheben. Die größten Probleme bereitete das Unwetter im Rhein-Sieg-Kreis und in der Region Trier. Aufgrund der Arbeiten im Stromnetz, kann es punktuell aber immer wieder noch zu Abschaltungen kommen. Die Arbeiten werden noch die nächsten Wochen andauern.