Stefanie Baumann

Trotz Absage: "Wir bleiben optimistisch"

Auch in der Stadt Bernkastel-Kues bleibt es an Fastnacht grau und leise Nach der Wiederbelebung im Jahr 2018 und drei erfolgreichen Nachtumzügen, kommt die zweite coronabedingte Absage in Folge.
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Die Gruppe der anonymen Wagenbauer, die auf 2023 hoffen.

Die Gruppe der anonymen Wagenbauer, die auf 2023 hoffen.

Foto: Gruppe der anonymen Wagenbauer

Die jungen Menschen rund um die Veranstaltergruppe der „Anonymen Wagenbauer“ stecken viel Herzblut in den von ihnen wiederbelebten Fastnachtumzug in der Stadt Bernkastel-Kues. Nach dem Ausfall im Jahr 2021 aufgrund der Corona Pandemie, hatten sie sich für 2022 eine Alternative überlegt, die vor der Ausbreitung von Omikron hätte funktionieren können: „Statt der fahrenden Fastnachtswagen, die sich normalerweise durch die Straßen schlängeln, sollten sich die Fastnachtsjecken diesmal um stehende Wagen tummeln“, verrät Marvin Denzer von den Organisatoren.
Omikron ist schuld
Das Moselvorgelände von der Brücke in Richtung Verbandsgemeinde hätte als Veranstaltungsfläche gedient, auf der sich Fastnachtswagen gemeinsam mit Essenund Getränkeständen in Reih und Glied aufgestellt hätten. Rund um diese Aufstellung hätten sich die Jecken frei bewegen können. Auch von Seiten des Ordnungsamtes kam dazu das Okay: “Die Fläche ist sehr gut abzugrenzen, die Einlasskontrollen sind gut zu organisieren und damit auch die begrenzten Teilnehmerzahlen gut einzuhalten. Aufgrund der gewählten Veranstaltungszeit von 11 bis 22 Uhr wären sicherlich auch keine Probleme mit der Nachtruhe aufgetreten“, ist auch Axel Schmitt von dem Konzept überzeugt gewesen.
Neuer Anlauf in 2023
Doch Omikron macht eine Ansammlung von mehreren Hundert Menschen derzeit nicht möglich. „Es wäre unverantwortlich“, so Marvin Denzer. „Wir wollen auch nicht, dass nachher unser verdrehter Fastnachtsumzug für eine Vielzahl von Erkrankungen verantwortlich ist.“ Sorgen machen dem Veranstalter auch die neuen Veranstaltungsbestimmungen, die im §26 des Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes verankert sind. Hier müssen eine Vielzahl Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, die eine Durchführung immer mehr erschweren.
An dem jetzigen Konzept soll festgehalten werden und ein neuer Anlauf in 2023 starten: „Viele Fastnachter fiebern wie wir den Veranstaltungen entgegen. Es soll in der fünften Jahreszeit nicht mehr alles grau und leise bleiben. Unsere Hoffnungen stecken wir jetzt in 2023“, bleiben Denzer und seine Mitstreiter optimistisch.
 
 


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