

Region. »Der Meisterbrief öffnet alle Türen im Handwerk und darüber hinaus. Denn er ist nicht nur das international angesehene Aushängeschild für die Handwerksqualität in Deutschland, sondern auch der Nachweis für hervorragende Fähigkeiten in der Unternehmensführung und Nachwuchsausbildung. Zudem ist er dem akademischen Bachelor gleichgestellt«, betonte Marco Herwartz, Präsident der Handwerkskammer Aachen (HWK), anlässlich der großen Meisterfeier in der Stadthalle Alsdorf.
In feierlicher Atmosphäre erhielten 28 Meisterinnen und 235 Meister aus zwölf Gewerken ihre Meisterbriefe. Die Prüfungen hatten sie zwischen dem 1. März 2025 und dem 31. März 2026 abgelegt. Der jüngste Meister ist gerade erst 20 Jahre alt und kommt aus Düren, der älteste ist 52 Jahre und lebt in Eschweiler. Da viele Handwerker die Meisterausbildung direkt im Anschluss an ihre Gesellenausbildung beginnen, sind zwei Drittel von ihnen jünger als 30 Jahre.
Aufgrund des Ausbildungsschwerpunkts der Bundeswehr in Aachen stellen die Kfz-Techniker erneut die größte Gruppe unter den neuen Meistern – 91 Absolventen. Dahinter folgen die Elektrotechniker (39) sowie die Installateure und Heizungsbauer (29). Diese beiden Gruppen profitieren von der steigenden Nachfrage nach Fachkräften im Zuge der Energiewende und der Modernisierung der Gebäudetechnik.
Vor rund 850 Gästen überreichten Marco Herwartz und HWK-Hauptgeschäftsführer Georg Stoffels auch an sieben Absolventen ihre Zeugnisse als Betriebswirte nach der Handwerksordnung. Diese Qualifikation ist im Deutschen Qualifikationsrahmen auf der gleichen Stufe wie ein Hochschul-Masterabschluss angesiedelt. »Noch immer ist vielen nicht bekannt, dass man mit einem Hauptschulabschluss, einer anschließenden Ausbildung, der Meisterschule und dem Betriebswirt die höchste Qualifikationsstufe in unserer Bildungsnation erreichen kann«, erläuterte Herwartz.
Für ihre herausragenden Leistungen in den Abschlussprüfungen wurden insgesamt fünf Meisterinnen und 19 Meister mit dem Preis der Sparkasse ausgezeichnet. »Das ist erneut eine sehr hohe Zahl und unterstreicht die Ausbildungsqualität sowie den Leistungswillen des aktuellen Meisterjahrgangs«, so Herwartz. Dazu zählen Simon Mohren, Cedric Rönnig und Ben Wilden aus der Gemeinde Simmerath sowie Anna-Maria Schlamann aus Hürtgenwald, die für die Note »sehr gut« 2500 Euro erhielten. Note »gut« und damit 1000 Euro ging an Maximilian Krieger aus Simmerath und Alexander Linzenich aus Hürtgenwald.
Gemeinde Hürtgenwald: Alexander Linzenich, Elektrotechniker; Fabian Markert, Metallbauer; Jerome Offermann, Betriebswirt nach HwO; Jan Ronig, Kraftfahrzeugtechniker; Anna-Maria Schlamann, Feinwerkmechanikerin
Stadt Monschau: Maximilian Breuer, Kraftfahrzeugtechniker; Lisa Graff, Betriebswirtin nach HwO; Louis Jansen, Kraftfahrzeugtechniker; Peter Jansen, Tischler; Alexander Mertens, Tischler; Timo Spiertz, Installateur und Heizungsbauer; Nico Wollgarten, Tischler
Stadt Nideggen: Christof Johannes Schmitz, Tischler; Erik Wollbrandt, Zimmerer
Gemeinde Roetgen: Maximilian Keilen, Tischler; Luca Neuefeind, Metallbauer; Max Zimmermanns, Installateur und Heizungsbauer
Gemeinde Simmerath: Jens Bongard, Installateur und Heizungsbauer; Julian Gehlich, Elektrotechniker; Jan Kall, Zimmerer; Massoudullah Massoudi, Elektrotechniker; Simon Mohren, Tischler; Maximilian Mund, Kraftfahrzeugtechniker; Cedric Rönnig, Straßenbauer; Aaron Steinbusch, Metallbauer




