Aus alten Grabsteinen entsteht ein neues Denkmal
Kalterherberg (Fö). Das Leben hält immer wieder Veränderungen bereit und auch der Tod, besser gesagt die letzte Ruhestätte, macht davor nicht Halt. So auch auf dem Kalterherberger Friedhof, wo nun nachhaltig und pflegefrei neue Bestattungsformen entstanden sind.
»Wenn die Ruhezeit vorbei ist, fragen sich viele Angehörige: Wohin mit dem Grabstein? Diesen einfach zu schreddern, tat mir in der Seele weh«, erklärt Steinmetz Karl Goffart. Also hat der emsige Ehrenamtler unter dem Namen »Alte Steine - neues Denkmal« eine pflegefreie Urnengrabanlage errichtet. Diese bietet direkt am Zugang zum Friedhof Platz für zwölf Bestattungsplätze - für den Verstorbenen wird eine individuell gestaltete Bronzetafel an die Stele angebracht. Diese wurde aus alten Grabsteinen erstellt, sodass nicht mehr genutzte Grabmale wieder verwendet werden können. Die Zukunftswerkstatt Kalterherberg und die Stadt Monschau haben sich finanziell beteiligt.
»Für Grabmale wird sehr hochwertiges Material verwendet, das nun noch einmal genutzt wird. Und wir könnten eine weitere Urnengrabanlage errichten, falls Bedarf da ist«, versichert »Charly« Goffart.
Vorbei an der Gedenkstätte für die Euthanasie-Opfer aus der NS-Diktatur wird einen Steinwurf entfernt eine pflegefreie Sargbestattung ermöglicht. Damit folgt man dem Wunsch einiger Bürger. Sechs Plätze werden in einem Rasenfeld geschaffen. Auch dafür wird eine kleine Gedenkstätte errichtet, wo einheitliche Namenstafeln angebracht und Blumen abgelegt werden können.
Informationen zu diesen kostengünstigen Bestattungsformen oder Nutzungsgebühren richtet man an das Friedhofsamt der Stadt Monschau.
Übrigens: Auf dem Weg zum Friedhof geht man künftig den »Pfarrer-Karl-Schnitzler-Weg« entlang. Der Erinnerung an den langjährigen Seelsorger Kalterherbergs hat der Rat der Stadt Monschau kürzlich zugestimmt.
»Iceman« ruft zum Spenden auf
Rurbrücke Dreistegen halb gesperrt
Trauernden Kindern einen Raum geben




Zurück
Nach oben