

»Wir haben uns mit der Schöpfkelle am Wasserfass gewaschen, weil Wasserknappheit herrschte«, war die Reise zum »Weißen Missionar« für Elke und Martin Krings ein Erlebnis. Bruder Theos neues großes Projekt, der Bau einer Wasserkraftanlage zur Stromgewinnung an einer Schule kommt gut voran. In reiner Handarbeit wurde ein 600 Meter langer Kanal ausgehoben, der das Wasser aus einem Fluss abzweigt und über ein Fallrohr auf eine Turbine leiten soll. Aktuell wird eine Straße gebaut. »Für uns Europäer ist es nahezu unvorstellbar, wie die Arbeiter dort mit Spitzhacken sich den Weg auch durch harten Fels bahnen«, so Martin Krings. Br. Theo beschäftigt aktuell bis zu 30 Arbeiter beim Bau des Kanals und schafft somit für sie eine Lebensgrundlage. »Bagger und schwere Maschinen sind zu teuer und gehen ständig kaputt«, sagt Br. Theo. Daher sind viele Arbeiter mit dem Zerkleinern von Steinen zu Betonkies beschäftigt - vier Euro gibt es für einen Kubikmeter Material. Dafür brauchen die Männer einen ganzen Arbeitstag. Erfreulich auch der Besuch in der Albinoschule. Die Kinder mit Pigmentstörung werden immer noch verfolgt, weil sich viele Menschen dort heilende Wirkung von den »besonderen« Menschen erhoffen. Bei Bruder Theo finden sie Zuflucht und Sicherheit. »Wir haben viele Spenden mitbringen können - von Geburtstagen, Hochzeitsjubiläen, aber auch Kommunionkindern und Schulklassen«, unterstreicht Elke Krings. Erfreut zeigten sich die Kinder über ein Tuch, dass die Kids der Gemeinschaftsgrundschule Imgenbroich-Konzen gemalt hatten. Sobald die Turbine fertig ist, soll auch die Schule erweitert werden. »Aktuell besuchen die Schule etwa 300 Kinder - durch die Erweiterung wäre Platz für 600 Schüler, die dann bis zum Abitur dort bleiben könnten«, erklärt Martin Krings.