Thomas Förster

Ein Sommer auf der Monschauer Burg

Es hat schon reichlich Kultur genossen, das altehrwürdige Burggemäuer hoch oben über der Monschauer Altstadt. Und in der Tradition von Hans Georg Weiss, Helmut Lanio und Rolf Kaulard möchte Lutz Schell das kulturelle Treiben dort wieder aufleben lassen - erstmal bescheidener, aber mit einem vielfältigen Programm des »Burgsommers 2026«.

Monschau (Fö). Er ist Gastronom aus Leidenschaft, hat mit seinen Mitstreitern die Monschauer Kirmes zu einem bunten Jahrmarkt gemacht und richtet als neuer Geschäftsführer der Monschau Festival gGmbH nun den Fokus auf Kultur: Lutz Schell. »Monschau hat mit seiner historischen Altstadt und den Ortsteilen, der Natur, der Kultur und den Menschen vor Ort enormes Potenzial. Dieses möchten wir bündeln, stärken und nach außen tragen«, brennt der Besitzer unter anderem des Hotel Horchem in der Rurstraße für die Fachwerkstadt. »Wir wollen Interesse wecken, unsere Besucer für Monschau begeistern und nachhaltige Impulse für die ganze Stadt schaffen«, so Schell weiter.

»Lutz Schell lebt für Monschau und er ist genau der Richtige in dieser Position und den Trend, dass Monschau kulturell zunehmend abbaut, umkehren«, glaubt Florian Koltun. Er ist Pianist, Vorsitzender der Musikschule Nordeifel, Initiator von »Montjoie Musicale« und hat hautnah gespürt, was es bedeutet, als die Strahlkraft der Monschauer Festspiele verloren ging. »Als es auf der Burg kein Programm mehr gab, hatten auch wir weniger Besucher«, weiß Koltun.

Mit der Wiederaufnahme ihrer Aktivitäten - die vom coronabedingten Ausfall und einem plötzlichen Todesfall geprägt war - will die Monschau Festival gGmbH ein Signal setzen. »Monschau hat viel zu bieten!« 190.000 Euro wurden vom Stadtrat für Veranstaltungen, aber auch als Impulsgeber für Stadtentwicklung, Tourismus und kulturelles Leben bereit gestellt.

»Wir können und wollen die Monschau Klassik oder später das Monschau Festival nicht ersetzen und sind dankbar für die Bekanntheit, die unsere Vorgänger durch ihr großes ehrenamtliches Engagement erlangt haben.« So wird es Klassik für Jung und Alt, Mitsingkonzerte oder lokale Coverbands geben. Teilweise ist der Eintritt frei, teilweise wird bestuhlt, an Tischen gesessen oder auch gestanden. Eintrittskarten gibt es unter www.ticket-regional.de

Ehe es hinauf auf die Monschauer Burg geht wird ein anderes beliebtes Event wiederbelebt: »Montjoie en blanc« - das Dinner in Weiß auf der Rurbrücke. Tickets für den 17. Juli können per E-Mail an anika.brandenburg@monschau-festival.de erlangt werden. Hinter dieser Mailadresse verbirgt sich übrigens die Eventmanagerin Anika Brandenburg, die für das operative Geschäft der Monschau Festival gGmbH verantwortlich zeichnet. Und diese hat jede Menge zu tun. Denn mit dem »Burgsommer« alleine ist es nicht getan. Es folgen Anfang September das »Fest der Vielfalt«, das man gemeinsam mit der Stadt Monschau organisiert. »Happy Halloween« heißt es Ende Oktober und Anfang November hält der Wald wieder in der Altstadt Einzug, wenn zum »Halali Festival« geblasen wird. Und dann zaubert der Monschauer Weihnachtsmarkt abschließend eine ganz besondere Atmosphäre in die Altstadt.