Zwischen Jugend und Überalterung
Schmidt (Ale). Die Eifelvereins-Ortsgruppe Schmidt wurde im Jahr 1926 gegründet; nun feiert sie ihr 100-jährges Bestehen.
Da gibt es natürlich im Rückblick einige bemerkenswerte Episoden und Zahlen: Nach dem Zweiten Weltkrieg zählte man in Schmidt 42 Mitglieder… und 2006 waren es 500! Ein großer, gut besetzter Vorstand übernahm eine ganze Reihe von Aufgaben außer dem Wandern: Der Drönkespötz in Harscheidt wurde gepflegt, dafür gab’s einen Umweltpreis; ein Quellsumpf an der Froitscheidter Straße wieder sichtbar gemacht, eine große Streuobstwiese gepflegt.
Manche Traditionswanderung ist den Teilnehmern bis heute lebhaft im Gedächtnis geblieben: Beispielsweise wurde 25 mal mit starker Beteiligung, manchmal 50 Personen, im Januar nach Blens gewandert, wo man stets mit Kaffee und Kuchen bewirtet wurde. Fahrten zu wunderbaren Wanderzielen im Karwendel, in St. Jakob und im Chiemgau sind unvergessen. Und stets war man stolz auf eine sehr aktive Jugendabteilung.
Was ist davon geblieben? Michael Jansen, der erste Vorsitzende, seufzt: »Die Leute sind alle älter geworden. Ich bin jetzt zehn Jahre Vorsitzender, und in dieser Zeit ist keine Verjüngung gelungen.« Will heißen: Die Senioren sind in der Überzahl, und es wird immer schwieriger, Männer oder Frauen zu finden, die ein Ehrenamt übernehmen wollen. Michael Jansen hat beobachtet – und nicht nur er -, dass viele Menschen gerne wandern und dafür keine Gruppe brauchen. Und wieder andere genießen das Gemeinschaftserlebnis in der Natur und den Gedankenaustausch. Sie wissen auch zu schätzen, dass immer wieder fleißige Helfer beim Markieren und Pflegen der Wege unterwegs sind.
Der zweite Vorsitzende und Kulturwart, Bodo Burmann, weist auf die Jugendabteilung hin, der 82 Kinder und Jugendliche angehören; hier gibt es Angebote wie Ostereiersuchen, Ferienspiele, Halloween oder das Pfingstwochenende der Eifelvereinsjugend.
Und die Kassiererin, Ute Nobis, ergänzt: »Die Kasse stimmt, wir können es uns leisten, unsere Mitglieder zu einer Fahrt zur Landesgartenschau nach Neuss einzuladen.«
Die Wandertermine erfahren Mitglieder per Newsletter, aber auch im Aushang am Kirchenparkplatz. Und am kommenden Samstag wird im Schützenhof gefeiert, um 15 Uhr geht es los, über hundert Gäste haben sich angesagt, sie kommen aus der Schmidter und befreundeten Ortsgruppen. »Und unser Männerchor wird singen, zum ersten Mal gemeinsam mit dem Kirchenchor«, kündigt Michael Jansen an, »wir wollen mit Musik und Kaffee und Kuchen einen harmonischen Nachmittag anbieten.«

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