

Imgenbroich (Fö). Sicheres Trinkwasser ist auch in Deutschland keine Selbstverständlichkeit. Denn immer mehr Mikroplastik und Arzneimittelrückstände bringen konventionelle Kläranlagen an ihre technischen Grenzen, weil die Partikel schlicht zu klein sind. Während die Bundesregierung in der »Nationalen Wasserstrategie« den Druck auf Kläranlagen mit strengeren Grenzwerten erhöht, suchen Technologiehersteller nach neuen Filtrationsmöglichkeiten. Zu ihnen zählt die Membion GmbH aus Roetgen. Das Unternehmen entwickelt Membranbioreaktoren, die optisch an riesige Bündel Spaghetti erinnern. Ihre Filter hingegen haben so winzige Poren, dass selbst Bakterien und Mikroplastik nicht hindurchpassen. In Kombination mit Pulver-Aktivkohle lassen sich auch Spurenstoffe wie Arzneimittelrückstände entfernen.
Zuverlässig funktioniert die automatisierte Produktion der Membrane allerdings nur dann, wenn die Leitungen, die dauerhaft unter feuchten Bedingungen (bis zu 60°C warmes Wasser) und in beengtem Bauraum arbeiten, zuverlässig geschützt sind. Die Konstrukteure vertrauen deshalb auf Energieketten der Serie E2 von igus mit chainflex Leitungen. Die kleinen Biegeradien ermöglichen eine platzsparende Installation auch auf engstem Raum. Das Ergebnis ist eine zuverlässige und langlebige Kabelführung, die den anspruchsvollen Betriebsbedingungen dauerhaft standhält.
Dieser Einsatz wurde nun mit dem »grünen« vector award ausgezeichnet. Dies stellt Lösungsansätze besonderer Applikationen heraus. Der vector award von igus würdigt alle zwei Jahre die spannendsten und ungewöhnlichsten Energiekettenanwendungen. Ziel des Wettbewerbs ist es, Ingenieuren eine Bühne für Meisterleistungen der Leitungsführung zu bieten.
Der vector award, der alle zwei Jahre verliehen wird und dieses Jahr mit der zehnten Ausgabe Jubiläum feiert, hat sich zu einem international renommierten Wettbewerb entwickelt, an dem Experten aus aller Welt teilnehmen. igus verzeichnete zur Jubiläumsausgabe des Wettbewerbs, der kreative und nachhaltige Energieketten-Anwendungen prämiert, eine Rekordbeteiligung von 424 Bewerbungen aus 36 Ländern. Dementsprechend stolz zeigte sich Dipl.-Ing. Dirk Volmering, Forschungs- und Entwicklungsleiter der membion GmbH, bei der Übergabe am Produktionsstandort im Imgenbroicher Gewerbegebiet, ebenso wie Konstruktionsleiter Matthias Große und Jannik Hackenbroich, der den technischen Einkauf verantwortet, bei der Preisverleihung.



