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Thomas Förster

Es fährt kein Zug nach Irgendwo

Rohren. Holdertruppe nimmt die Deutsche Bahn aufs Korn

Die Theaterfreunde freuen sich auf amüsante Abende bei der Holde(r)truppe. Foto: Anneliese Lauscher

Die Theaterfreunde freuen sich auf amüsante Abende bei der Holde(r)truppe. Foto: Anneliese Lauscher

Rohren (Ale). Wenn der Theaterverein Holde(r)truppe zu Aufführungen in den Festsaal Hermanns einlädt, dürfen sich die Theaterfreunde auf unterhaltsame, turbulente Abende freuen. So wird es auch wieder an zwei Wochenenden im März sein.

Noch wird eifrig geprobt; denn was auf der Bühne so locker und lustig wirkt und den Zuschauern die Lachtränen ins Gesicht treibt, bedeutet in der Vorbereitung konzentriertes Arbeiten. Am Anfang steht die Stückauswahl; die übernimmt zunächst die Regisseurin Tatjana Kolken. Sie ist »vom Fach«, hat schon in jungen Jahren in Gummersbach in der Regieassistenz mitgewirkt und in einem sehr aktiven Laientheater in Bergneustadt mitgemacht. »Vom Sommer an lese ich verschiedene Stücke; drei davon, die mir für unsere Darsteller geeignet erscheinen, lege ich ihnen vor, und die Aktiven wählen schließlich aus, was zur Aufführung kommen soll«, erklärt sie.

So mancher Volltreffer ist in den vergangenen Jahren gelungen. »Wir haben festgestellt, dass unser Publikum eine Weile alles vergisst und glücklich ist«, sagt Sandra Neumann, die die Pressearbeit für den Verein erledigt.

Diesmal geht es in dem Dreiakter um die Deutsche Bahn; das Stück von Winnie Abel heißt »Es fährt kein Zug nach Irgendwo«. So mancher (leidgeprüfte) Bahnkunde dürfte sich in dem chaotischen Geschehen auf der Bühne wieder finden. Da treffen sich die unterschiedlichsten Typen auf einem Bahnhof in einer gottverlassenen Gegend und warten auf die Weiterfahrt: Kegelschwestern (zwischen 40 und 69 Jahren alt), eine gestresste Businessfrau, ein Landstreicher, eine amerikanische Touristin, ein Verschwörungstheoretiker, eine Psychiatriepatientin und ein überkorrekter Polizist. Der abgedrehte Motivationstrainer, der aus jeder Situation das Beste machen will, geht den anderen ziemlich auf die Nerven.

Es gibt herrlich turbulente Szenen im witzigen Nervenchaos. Die Holdertruppe lädt ein: »Seien Sie dabei, wenn es heißt: ‚Senk ju vor träwelling wis Deutsche Bahn!‘»

Karten zum Preis von 7 Euro bekommt man ab 24. Februar bei Steffi Pretzewofsky, Tel. 02472/7968. Die Premiere des Stückes ist am Freitag, 22. März, um 19.30 Uhr; es schließen sich drei weitere Vorstellungen an: Samstag, 23. März, um 19.30 Uhr und am Sonntag, 24. März, um 18 Uhr sowie am Ostersonntag, 31. März, um 19.30 Uhr.


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