Wenn aus Fremden Freunde werden
Monschau. Fünf Tage lang feierte Monschau 50 Jahre Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Bourg-Saint-Andéol. Gäste aus der Partnerstadt reisten an, ebenso Delegationen aus Gaggiano und Albertirsa, den weiteren Partnerstädten von Bourg-Saint-Andéol. Das Programm reichte von einer Schifffahrt auf dem Rursee über einen Ausflug nach Aachen bis zu einem Grillfest in der Vereinshalle Höfen mit ausgelassener Stimmung, bei dem alte Freundschaften aufgefrischt wurden.
Den Höhepunkt bildete der Sonntag. Nach einem Gottesdienst fand im historischen Bürgersaal des Auklosters der offizielle Festakt statt. Bürgermeisterin Dr. Carmen Krämer machte in ihrer Ansprache deutlich, warum das Jubiläum heute mehr Gewicht hat als je zuvor: »In einer Zeit, in der die Welt aus den Fugen zu geraten scheint und Demokratien zunehmend unter Druck stehen, ist diese Feier weit mehr als nur ein Fest. Sie ist ein Zeichen für Beständigkeit. Für Vertrauen. Für Freundschaft statt Hass. Für Offenheit statt Ausgrenzung.«
Im Anschluss wurde die Partnerschaftscharta erneuert und unterzeichnet. Ein Festzug zog zum Ehrenmal, wo Kränze niedergelegt wurden. Der neue »Bourg-Saint-Andéol-Platz« (Richters Eck) wurde im Anschluss eingeweiht. Für einen weiteren besonderen Moment sorgte die Inthronisierung der Sankt-Vinzenz-Bruderschaft der Winzer von Bourg-Saint-Andéol: Zwei Monschauer und ein Vertreter aus Albertirsa wurden aufgenommen.
Bald hieß es Abschied nehmen. Was von den fünf Tagen bleibt, ist mehr als eine Erinnerung: Es ist der Beweis, dass ein vereintes Europa nicht in Reden entsteht, sondern in Begegnungen wie diesen.

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