Versorgung schwerkranker Menschen ist Teamwork
Nordeifel (Fö). »Der Hausarzt bleibt der wichtigste Ansprechpartner des Patienten. Wir agieren nur im Hintergrund, wenn die Praxis geschlossen ist und eine akute Versorgung notwendig wird.« Auf Initiative von Dr. med. Stephanie Eckert ist in der Nordeifel ein neues Netzwerk qualifizierter Hausärzte entstanden, dass schwerstkranke Menschen bis zuletzt in ihrer vertrauten Umgebung begleitet. Dabei arbeiten sie eng mit ambulanten Pflegediensten wie der Caritas, der Eifelklinik sowie weiteren lokalen Versorgungsstrukturen zusammen. » Ich habe selber erlebt, wie schwer es als Angehöriger ist, ein Familienmitglied in seinen letzten Lebenswochen zu Hause zu begleiten und ich sehe, wie gut es tut, professionell unterstützt zu werden«, so Dr. Eckert.
Dafür haben sich acht Hausärzte aus der Nordeifel zu qualifizierten Palliativmedizinerin weiterbilden lassen. »Unser Netzwerk steht jedem Kollegen offen«, unterstreicht Jonas Engels, der Teil des Palliativnetz Nordeifel (PANO) ist. Man sei froh die palliative Versorgung auf möglichst viele Schultern verteilen zu können.
Wie die Versorgung im Alltag funktioniert
Der Zugang zum Netzwerk läuft über die hausärztliche Praxis: Besteht ein palliativmedizinischer Betreuungsbedarf, meldet die Praxis die betroffene Person bei PANO an. Nach Prüfung durch die Koordinationsstelle nimmt eine palliativmedizinisch qualifizierte Ärztin oder ein Arzt Kontakt auf – in der Regel im Rahmen eines Hausbesuchs. Außerhalb der regulären Praxisöffnungszeiten, also abends oder an Wochenenden, ist das Netzwerk bei Fragen und in Krisensituationen erreichbar.
»Für uns und unsere Kollegen schaffen wir mit diesem Netzwerk eine Entlastung«, unterstreicht PANO-Koordinatorin Dr. Eckert. Jedes Teammitglied hat eine Woche lang Dienst, danach aber auch frei. »Das ist planbarer als jederzeit erreichbar sein zu müssen - das kann niemand dauerhaft leisten.« Viele Mediziner arbeiten in Teilzeit, wohnen nicht direkt um die Ecke, weiß Dr. Kathrin Weißenberg, die in Roetgen niedergelassen ist und der es wichtig ist, die menschliche Würde zu bewahren und eine Versorgung im vertrauten, häuslichen Umfeld unter Einbeziehung der Angehörigen zu ermöglichen.
Basis für das Netzwerk ist die vertrauensvolle und kooperative Zusammenarbeit der Hausärzte. Mediziner wissen ihre Patienten stets in guten Händen, die Erkrankten selbst und deren Angehörige können auf fachlich versierte und gut vernetzte Ärzte vertrauen.
PANO feiert am 1. April bereits einjähriges Bestehen. »Wir sind dankbar in der Nordeifel meist auf gute familiäre uind soziale Strukturen um den Palliativpatienten zu stoßen, die uns die Arbeit erleichtern«, unterstreicht Jonas Engels.
Weitere Infos zum PANO gibt es auf www.palliativnetz-nordeifel.de

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